Perfektionismus auf der Spur!

Ein UNPERFEKTER Artikel …

Hier zum hören:

 

Perfektionismus auf der Spur!

Mensch, was schreibst du da? Was hast du da gemacht?
Das muss möglich sein …
Konzentriere dich. Ne, noch mal. Die Überschrift irgendwie doof. Fällt dir nichts BESSERES ein? Dann nicht, später. O.k. Rest geschrieben. Nacht drüber schlafen. Morgen kommt die „bessere“ Idee.
Stressfalle Perfektionismus! Stunden überlegt. Weiterhin keine „MEGA SUPER“ Überschrift …
Ich hadere manchmal genauso mit dem Ar … Perfektionismus, wie jeder andere. Viele kennen diese Stressfalle, wo wir:
Uns selber kritisieren. Hart mit uns ins Gericht gehen. Projekte beginnen, 100 % klappt alles mühelos, trotzdem keimt ein Gefühl, des nicht gut SEINS auf? Verdammt, alles läuft, keine Freude entwickelt sich. Kein Gefühl der Zufriedenheit stellt sich ein.
Immer muss was verbessert, nie genug. Ich muss alles kontrollieren, am besten 5-mal, denn Kontrolle ist besser als Vertrauen, könnte noch ein Fehler da sein …
Diesen Ehrgeiz alles PERFEKT zu machen, haben viele Menschen mehr oder weniger. Ein kleiner Begleiter, der sich gerne in unserem Leben auf den Fahrersitz setzt. Wild nach rechts und links lenkt. Das Steuer in die Hand nimmt, gefangen hält. Ohne Ende Energie verpulvert. Somit massiven Stress produziert.
Dem Perfektionismus auf die Spur kommen, darüber soll es in diesem Artikel gehen.
Bei einem Bau meines Hauses erwarte ich vom Bauherrn, seiner Truppe, dass sie den Ehrgeiz anstreben, mein Haus PERFEKT zubauen. Soll ja nicht über meinem Kopf zusammenbrechen …
EHRGEIZ und gesundes STREBEN, die Dinge gut machen, wie wir sie tun, sind von sich aus nicht schlimm. Kann uns enorm anspornen. In manchen Bereichen, absolut sinnvoll und notwendig.

Der Unterschied!

Wenn das Selbstbild, mit all seinen Facetten des Selbstwertgefühls, der Selbstachtung, der Selbstsicherheit oder aus Erfolgen gezogen wird. Einerseits brauchen wir dieses Feedback, um Erfahrungen aufzubauen. Sollte nicht ausschließlich daraus gezogen werden. Wenn diese Basis entzogen wird, stehen wir uns im Weg. Schieben Dinge auf, hadern, bleiben unter unseren Möglichkeiten.
Berauben uns eigenen stärkenden Möglichkeiten neuer Erfahrungen. Soweit bis Gefühle entstehen, das Steuer nicht selbst in der Hand zu haben. Verlieren, das geeignete Maß. Das angekratzte Selbstbild, woraus häufig zu perfektionistisches Streben erst entsteht, verdoppelt sich.
Ein Kreislauf, der vor allem unseren Umgang mit Misserfolgen evtl. Fehlern die passieren, weiter negativ beeinflusst. Bis vielleicht Schuld, Scham oder Minderwertigkeitsgefühle entstehen. Noch mehr Druck auslösen. Gefühle der Überforderung aufkeimen. Mit aller Macht wird weiter und weiter gemacht. Geht schon, mit noch ein bisschen mehr Anstrengung, noch perfekter, noch besser …

 

Ganz leicht entsteht krankmachender innerer Stress, bis nichts mehr geht.

Wie daraus entkommen?

Glaube mir diesen Prozess, kenne ich gut. Mal mehr, mal weniger. Mittlerweile kenne ich meinen inneren “kleinen und großen“ Perfektionisten gut. Manchmal drängt er sich auf meinen Sitz, übernimmt das Steuer, rudert wild nach links oder rechts.
Im Laufe der Zeit hat mir geholfen:
ERKENNEN, ANNEHMEN, Mangel STÄRKEN, INTEGRIEREN.
Ihn auf die Rücksitzbank zu verfrachten. Er ist, wird Anteile in uns haben. Es geht darum, eine innere neue Haltung zu gewinnen, das schafft Freiraum und Entspannung.

 

Perfektion ist eine Illusion. Perfektion liegt im Auge des Betrachters.
Alles andere ist ein absoluter Irrglaube. Ziemlich unmöglich zu erreichen/halten. Übersteigt, unsere Fähigkeiten. Mit Perfektion erschaffen wir ein gigantisches Idealbild, mit viel zu hohen Erwartungen an uns oder dem Umfeld. Daraus ergeben sich neue Konflikte, die den Stresspegel für beide Seiten in die Höhe schießen lassen.
Übertriebenes perfektionistisches Streben ist weniger auf sich, sondern eher auf die Wirkung nach AUSSEN gerichtet!
Wenn ich … dann denken die anderen? Was denken die anderen?
Nur wenn ich … dann bin, ich?

Unser Unterbewusstsein spielt eine Rolle!

Im Laufe unseres Lebens haben wir alle unser Erfahrungen und Programmierungen erlebt und gelernt. Wir bewerten, handeln aus diesem entstandenen Weltbild. Jeder Mensch hat eine eigene Realität der Welt. Die daraus entwickelten Glaubenssätze über die Welt sind dazu da, um sich in der Welt zu orientieren. Vieles unsere Handlungen werden aus dem Unterbewusstsein gesteuert.
Wir agieren ca. so 10 % (die Zahl schwankt nach Expertenmeinungen) aus unserem Bewussten, ca. 90 % aus dem Unbewussten. Eine gigantische Zahl. Diese automatisierten Prozesse brauchen Menschen. Ich könnte hier kein Wort schreiben, wenn ich überlegen müsste:
Jetzt diesen Muskel bewegen, Atmen, Gleichgewicht, diesen Muskel im Daumen bewegen, ATMEN, diesen Muskel im Zeigefinger bewegen usw. Das wäre viel zu anstrengend, könnten nichts anderes tun/denken.
Im Unterbewusstsein speichern sich ebenso die Dinge ab, steuern bzw. beeinflussen unser wahres jetziges ERLEBEN, die nicht förderlich, schwächen und massiv inneren Stress verursachen. Perfektionismus absolut nähren und fördern.Meiner Erfahrung nach können (nicht müssen) es Dinge sein, welche innerlich nicht geklärt, verdrängt, nicht zu gelassen werden.
Ängste, Verletzungen, Bedürfnisse, die nicht erfüllt werden, ein Mangel des Selbstwertgefühls, Selbstsicherheit. Wir Wertschätzung nur bekommen, wenn wir LEISTEN. Aus der Kindheit einprogrammierte Denkweisen, wie Fehler machen, ist schlecht.
All das kann dazu führen, dass wir im Erwachsenenalter zu Perfektionismus neigen. Um nicht angreifbar zu sein, Gefühlen z. B. der Ablehnung, Verletzungen, zu entkommen? Die wir mehr oder weniger im Laufe des Lebens gemacht haben. Strategien entwickeln, ob sie förderlich sind oder nicht.
Weil das Unterbewusstsein eine große Rolle spielt, hilft es Tatsachen neutral ins Auge zuschauen, um Veränderungen zu erzielen, erfordert Bewusstsein. Sich Dingen zu stellen, erfordert Mut. Um Mut zu entwickeln, bedarf es vertrauen. Vertrauen zu entwickeln durch Erkenntnisse, Wissen, Erfahrungen und LIEBE …

 

Tief in unserem Inneren sind menschliche Bedürfnisse oft gleich.
Bedürfnisse wie Achtung/Anerkennung/Kontakt/Zugehörigkeit/Zuwendung/Liebe brauchen wir, wie die Luft zum Atmen.
„Fehler müssen vermieden werden, um dieses zu bekommen …“
Perfektionismus wirkt sich auf das ganze SEIN aus. Körperlich führt es zu klassischen Stressempfindungen wie Nervosität/innerliche Unruhe. Beeinflussen Denken, Gefühle und unser Handeln. Übertriebener Perfektionismus kann aus (unbewussten) Ängsten entstehen:
  • Angst vor Fehlern
  • Angst nicht gut genug zu sein
  • Angst vor Kritik
  • Angst vor Misserfolg
Ängste können mehr oder weniger, mit Bedürfnissen zu tun haben.
Die nachfolgenden Ängste könnten eigentlich dahinter stecken.
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst nicht anerkannt zu werden
  • Angst nicht gesehen zu werden
  • Angst nicht geliebt zu werden
Sie nähren die oberen Ängste des Perfektionisten. Geballt das zu lesen. Wie sind Deine Empfindungen? Ablehnend? Fragend?
Der erste Schritt beginnt bei uns. Mutig zu sein- ehrlich mit sich sein. Die Maske ablegen. Das Auseinandersetzen mit seinen perfektionistischen Anteilen hilft, stressfreier, mehr Gelassenheit in bestimmten Situationen aufzubauen. Sich selber reflektieren, somit das geeignete Maß zu finden.
Ehrgeiz, erfolgreiches Streben ist ok. Perfektionismus ist ein Energieverschwender, eine Stressfalle.

 

Die Welt wird sich weiter drehen!

Thomas Edison der Erfinder der Glühbirne.
Nach 1000 erfolglosen Versuchen eine marktreife Glühbirne zu entwickeln, sagt Edison: “ Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man eine Glühbirne nicht baut.“
Fehler gehören dazu. Wir brauchen Fehler, um daraus lernen und zu wachsen. Es unterliegt unserer Bewertung, wie wir Misserfolg bewerten. Hast Du in Deutschland gehört, dass jemand nach einem Fehler, richtig echt mit abgeschlagenem Kopf unterm Arm, aus einem Chefgespräch gekommen ist? Ich nicht.
Erlaube Dir Unperfektheit. Fehler machen, definiert Dich nicht als Mensch. Jeder Mensch hat seine Schwächen oder sogenannte Makel.

Kartoffel, Milch ist das GLEICHE!

Das kann nicht Dein ernst sein!
Wir neigen dazu uns, zu vergleichen. Vergleichen nährt den Perfektionisten. Es wird immer jemand geben, der schöner, dünner, schlauer, besser, schneller, kreativer ist.
Macht uns das zu einem schlechteren Menschen? Wir sind alle einzigartig und individuell, alleine deswegen geht‘ s nicht! Wenn wir auf die anderen schauen! Ob sie klüger, dünner, besser, schneller, mehr Geld/Besitz haben. Schaffen wir rasant, in uns schlechte Gefühle, wie Minderwertigkeit, Neid, Trauer hervorzurufen. Bringt das weiter? Wohl nicht.

Das Einzige SINNVOLLE. Gefühle wahrnehmen, gehen und fühlen!

GEH und FÜHLE …
Sie zeigen, ob Bedürfnisse genährt oder erfüllt werden/sind. Konzentriere Dich auf Dich selber.
  • Welchen ersten Schritt kann ich tun?
  • Was brauche ich?
  • Was wird nicht erfüllt?
Ansonsten führen VERGLEICHE dazu unglücklich, unzufrieden zu sein. Vor allem Perfektionismus hervorzurufen.
Erwartungen, erhöhte Ansprüche!
  • Hinterfrage Dich: Sind meine Erwartungen „zu“ hoch?
  • Was ist mein Idealbild?
  • Ist es realistisch?
  • Orientiere ich mich an Idealvorstellungen der Gesellschaft oder an meinen, meinen Bedürfnissen, meinen Werten?
Ängste begünstigen perfektionistisches übertriebenes STREBEN. Produzieren inneren Stress!
Traue Dich mutig Deinen Ängsten zu stellen. Ängste haben ihren Schutz. Manche können wir alleine klären. Manche nicht.
Je nachdem wie stark (z. B. körperlich spürbar) sie ausgeprägt sind. Zum Schutz anderes zu kompensieren (z.b. alte Verletzungen/Gefühle). Manche Menschen benötigen hierbei externe Hilfe, jemand der sie begleitet, unterstützt. Scheue Dich nicht Dir Hilfe zu holen.
Hört sich etwas esoterisch, leicht SPUKY an.
Mir persönlich hilft das Bild meine Ängste mit Liebe, zu begegnen. Danke, liebe Angst, dass du da bist, ich schicke dir meine ganze Liebe. Was würde die Liebe sagen? Ein Satz mit starker Wirkung. Für mich entwickelt sich dabei, ein tiefes Vertrauen. Wie gesagt, ist das mein Bild/Weg, mit z. B. Ängsten umzugehen. Das ist individuell verschieden, doch warum nicht ausprobieren?

 

Werde Dir Deinen Bedürfnissen bewusst. Wie werden sie genährt oder erfüllt?

Traue Dich NEUES auszuprobieren. Mit jeder neuen positiven Erfahrung stärken wir unser Selbst-Bewusst-Sein. Akzeptiere und erkenne Dich selber an. Sei stolz auf Dich. Mach Dich frei vom Leistungsgedanken.
Zum Ende ein paar meiner inneren Gedanken. Die mir helfen dem Perfektionisten, das Steuer aus der Hand zu nehmen!
  • Egal was ich leiste, ich gebe mein BESTES, das ist GUT
  • Ich bin es wert
  • Es ist GENUG
  • Jeder Mensch ist individuell
  • Mut zum Unperfekten
  • Ich muss nichts
  • Perfektion ist eine Illusion
  • Perfektion liegt im Auge des Betrachters
  • Aus Fehlern wachsen wir
  • Was würde die Liebe sagen?
Denke daran:

DU BIST GUT GENUG!

Auch, wenn Du UNPERFEKT bist.
Liebe Grüße
Deine Bärbel
P.s. Auch wenn der Artikel, die Aufnahmen nicht PERFEKT ist, veröffentliche  ich ihn …

 

Über Feedback, Fragen, Anregungen, Wünsche freue ich mich.

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