Worte können so viel. Wir können Worten nicht entrinnen, sie sind überall, entspringen. Worte prägen uns und unser Lebensgefühl!

Worte haben eine Macht und Kraft, darüber geht es in diesem Beitrag. Entweder sie erhöhen unseren Stresspegel oder senken ihn. Unser Sprachgebrauch ist relativ unbewusst verankert, mit meinen Worten möchte ich Dich genau dafür wieder sensibilisieren.
Lehn Dich zurück und lausche meinen Worten…

 

 

 

Worte können einen Vulkan auslösen oder Eis zum Schmelzen bringen.

Worte können zerstören oder Herzen berühren.

Ein kleines Wort kann verletzen oder gemeinsam vernetzen.

Worte können Kriege anzetteln oder zum Frieden anstiften.

Worte können zum Weinen bringen oder Wunden heilen.

Worte können sprudeln voller Unsinn oder voller Sinn.

Wörter können wundervoll klingen oder verstimmen.

Worte können Ketten anlegen oder Ketten zum Sprengen bringen.

Worte können inspirieren oder alles im Keim ersticken.

Worte können in die Gefangenschaft führen oder Freiheit zur Freiheit führen.

Ein kleines Wort kann ein Herz verschließen.

Worte können uns in Aufruhr versetzen oder beruhigend sich setzen.

Worte können lähmen oder Kraft geben.

Worte können die Luft zum Atmen geben oder die Luft zum Atmen nehmen.

Ein kleines Wort kann das Fass zum Überlaufen bringen oder zum Ablaufen bringen.

Worte voller Anerkennung und Wertschätzung berühren die Seele, lassen das Herz erstrahlen, mit ihrem Klang schweben sie tief im Körper entlang, sodass die Melodie des Wohlgefühls singt.

Worte mal zart mal leise, wild und verrückt, können tief entzücken.

Worte haben ihre Kraft im AUßEN wie im INNEN.

Worte können mutlos machen oder trösten.

Was sagen uns diese Worte:

Worte haben ihre Macht, eine Kraft und wirken. Deswegen sollten wir uns überlegen und achtsam unsere Worte wählen.

Wollen wir mehr im Leben, uns wieder selber spüren, sollten wir Worte geben, die voller Toleranz, Wertschätzung, Achtung, Respekt, Anerkennung, Ehrlichkeit, andere in den Himmel heben.

Das gesagte Wort kann ich niemals zurücknehmen, unauslöschlich prägt es sich bei meinem gegenüber ein. Manchmal hängen sie uns Tage, Wochen, Jahre oder dem ganzen Leben nach.

Worte benutzen, uns nicht selber verschmutzen. Denn nicht nur mit anderen, jede Sekunde wirken Worte tief in unserem eigenen INNEN. Einem lieben Freund würden wir nie schlimme Wörter an den Kopf werfen, ihn beschimpfen. Doch bei uns selbst wählen wir ganz leicht Wörter, der Abwertung und vergleichen uns allzu gern.

Uns passiert ein kleines, überhaupt nicht schlimmes Missgeschick und wählen Worte wie:  Bin ich doof. Wir verstehen beim ersten Mal etwas nicht und denken innerlich: Ich bin zu blöd dafür.

Genug mit der Reimerei…

Was soll das denn mit Stress zu tun haben? Wirst Du Dich vielleicht fragen?

Achtsame Worte polieren ganz sanft und bringen den schönsten Diamanten erst so richtig zum Glitzern und funkeln.

 

  • Achtsame Worte verändern positiv unsere Gedanken.
  • Achtsame Worte fördern unsere Beziehungen, ob zu Partner, Freunden, Familie, Kollegen.
  • Achtsame Worte steigern das Selbstwertgefühl.
  • Achtsame Worte führen zu angenehmeren Lebensempfindungen.
  • Achtsame Worte senken unser Stresslevel.

Worte sind nicht nur irgendwelche Buchstaben. Worte lösen immer irgendein Gefühl, eine Erinnerung, innere Bilder/Vorstellungen und/oder Sinneserfahrung aus. Worte haben eine unheimliche Kraft, weil sie Gefühle hervorrufen können. Gefühle wie Liebe, Leidenschaft, Begeisterung, Zuversicht, Hoffnung oder das genaue Gegenteil wie Hoffnungslosigkeit, Trauer, Einsamkeit, Ohnmacht.

Jedes Wort entwickelt sich ganz individuell bei jedem Menschen mit seiner Wirkungskraft. Denn jeder hat sein eigenes Päckchen auf dem Rücken und ruft dadurch seine eigenen Vorstellungen/Gefühle/Erfahrungen usw. hervor.

Schlechte Gefühle wollen wir alle nicht haben, das ist ganz klar. Viele glauben, dass wir unseren Gefühlen immer ausgeliefert sind. Doch haben wir mit unserer Wortwahl schon eine unheimliche MÖGLICHKEIT unsere Gefühle entweder KRAFTVOLL oder KRAFTRAUBEND werden zu lassen und negatives selber verringern können. Der Zugang und Umgang mit seinen Gefühlen ist ein wichtiger Resilienzfaktor (Widerstandsfähigkeit eines Menschen). Damit Gefühle uns nicht beherrschen, sondern wir immer besser lernen sie zu beherrschen und mit ihnen umzugehen.


Bewusst-Werdungs-Wort-Übung

Lies die nächsten Zeilen, wenn Du magst, schließe kurz dann die Augen, stell Dir die Wörter vor und vor allem spüre in Dich hinein:

Angst, Krankheit, Stress, Schuld, hässlich, Ohnmacht, Krieg, Wut, hilflos, Ärger…

Wie erging es dir? Was hat es ausgelöst? Was konntest du körperlich spüren?


Nun lese wieder, schließe kurz die Augen und spüre diese Wörter:

Leichtigkeit, Liebe, Wohlbefinden, Freude, lachen, Spaß, Heiterkeit, Anerkennung, Friede, Inspiration, Berührung …

Und? Wie erging es Dir nun? Was hat es diesmal ausgelöst? Körperlich?


Mit Sicherheit konntest Du einen Unterschied feststellen. Und natürlich darf nicht alles auf die Goldwaage gelegt werden. Doch Worte, die so daher und unüberlegt sind, können sich tief eingraben und uns im Leben, uns im heutigen Tun beeinflussen. Ein Kreislauf. Sie führen zu Überzeugungen und werden zur Realität. Speichern sich im Unterbewusstsein ab.

Das können Worte aus der Kindheit sein wie: Hey, beim Trampolin springen bist du so gelenkig wie ein Elefant.

Du bist nicht so wie dein Bruder. 7 Worte, die heutzutage noch viele verfolgen.

Brutalere Worte wie: Du bist ein Versager. Du bist ein Trottel. Du bist dumm. Blödi. Bist Du doof. Wie kann man nur so blöd sein. Solche Worte werden Spuren auf der Seele hinter lassen. Meist im Unterbewusstsein und können somit zu negativen Glaubenssätzen über uns und die Welt  sich tief verankern.

Die Dinge sind nun mal gelaufen, die Vergangenheit können wir nicht ändern. So sollten wir auch nicht uns in Schuldgefühlen verstricken. Das entzieht uns Energie, die im JETZT fehlt. Manche Dinge sind tief vergraben und zu verletzend gewesen, hier brauchen manchmal Menschen einfach professionelle Hilfe. Scheue DICH nicht, HILFE in Anspruch zu nehmen. Dein absolutes „Geburtsrecht“ ist, das es DIR GUT GEHT!

Mit unserer bewussteren und achtsamen Wortwahl, dem Einbau bestimmter Wörter in unserem Sprachgebrauch, eröffnen wir uns neue Möglichkeiten. Wir können uns so und unser Leben nicht selber unnötig schwer machen. Uns aktiv mehr stärken. Uns nicht mit unachtsamen herabsetzenden negativen Wörtern selber schaden, unser Selbstwertgefühl verringern. Mit ACHTSAMEN WORTEN werden sich unsere Beziehungen ganz anders gestalten lassen. Was sich wiederum positiver auf uns SELBST auswirkt und uns stärkt. Ein ewiger Kreislauf …

Unser Sprachgebrauch entwickelt sich natürlich in unserer Kindheitsphase. Hier ein paar Ideen, was kleine Nuancen ausmachen können:

  • Ich bin gestresst – Ich habe viele Aufgaben zu tun. (Stress negativ geprägt, führt zu Anspannung)
  • Ich bin zu tief getroffen –  das hat einen wunden Punkt bei mir berührt. (getroffen- wer will gerne getroffen werden)
  • Ich bin so furchtbar aufgeregt – Ich bin voller Power.  (furchtbar- Angst- unkontrollierbar)
  • Ich habe aber gut gearbeitet – Ich habe gut gearbeitet. (aber- wertet das Ergebnis ab)
  • Ich werde mich beschweren– Ich bringe das zur Sprache (beschweren- ich bürde mir eine Last auf)
  • Ich miste meinen Kleiderschrank aus – Ich räume meinen Kleiderschrank auf und gebe, was ich nicht mehr brauche ab (miste- negative Bewertung und herabsetzten meiner Habseligkeiten)
  • Ich bin am Grübeln – Ich schaue mir die Situation genau an und finde eine Lösung (Grübeln – Grube)

Worte können so viel!

Der kleine Unterschied macht´s. Es gibt so entzückende Worte, die viel mehr entstehen lassen, als unser Alltagssprachgebrauch manchmal hergibt.

Das ist toll – das ist inspirierend, umwerfend, exzellent.

Prima- grandios, hervorragend, spitzenmäßig.

Alles kleinere Facetten, die aber trotzdem große Unterschiede hervorrufen können. Ein starker Schlüssel, den wir selber zur Verfügung haben und z.B. unsere Gefühle positiv zu verstärken.

Im Grunde geht es ja viel darum, dass wir uns WOHL, ANERKANNT, GELIEBT usw. fühlen wollen.

Ersetzen wir kleine Wörter ganz bewusst, eröffnen sich ganz neue Gedankenweisen. Alles ist miteinander im Wechselspiel! Unsere Gedanken, Gefühle, Körper, Erfahrungen, Prägungen und unser sich daraus entwickelter Lebensglaube. Alles in einem absoluten Kreislauf. Wir sind in diesem Kreislauf jedoch nicht gefangen. Damit der Kreislauf nicht ständig ermüdend und negativ ist, kann und sollte er immer wieder in Schwung gebracht werden. Durch NEUE Erfahrungen! Insbesondere kann dabei ALTES und NEGATIVES abgebaut, verringert, verändert werden.

Stress raus- mehr Freude rein! Dieses kleine Wort ins Sprachmuster eingebaut- VERÄNDERT GANZ VIEL.

Ich freue mich auf…
– den SOMMER – den KAFFEE /TEE
– das KLÖNEN (TREFFEN) MIT DEM…
– das KONZERT
– den DUFT eines/ des Meeres …
– die WÄRME – KREATIV sein
– die ZEIT für mich
– ein LÄCHELN
– ZWEISAMKEIT
– ALLEINSEIN
– RUHE                                                                                                                – das ESSEN (vor allem, der bewusste Genuss bei den etwas sündigen Dingen😉)
Und und und… Damit haben wir nicht weniger zu tun, jedoch verändert sich unsere generelle Lebensempfindung. Die wiederum beeinflusst unsere Stressbewertung.
Wir werden wesentlich achtsamer, für uns und die Dinge, die gut tun, können mehr zu uns stehen, bewusster Grenzen setzen uvm.

In diesem Sinne wünsche ich Dir, eine ACHTSAME Zeit für Deine WORTWAHL…

Deine Bärbel Gebhardt