Endlich Ruhe …

Endlich Ruhe…
… wer will sie nicht, manchmal scheint es, als sei sie  verloren gegangen. Deswegen geht es in diesem Beitrag um unsere „Ruhe“.
Endlich Ruhe finden in einer Welt, die sich so rasant weiterentwickelt, unendliche Vorteile dadurch schafft, manchmal uns genau deswegen aber den Atem raubt und und und. Ich gehe auf Teile des WARUM ein und stelle, nein ich lade Dich ein 3 effektive Möglichkeiten in Deinen Alltag mehr, für Deine „INNERE RUHE“ zu integrieren.
Viel Spaß beim lauschen …

 

Wenn man seine Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es zwecklos, sie anderenorts zu suchen. Francois de la Rochefoucauld

Unsere äußeren Stressoren haben sich verändert. Das ist Fakt. Ständig werden wir berieselt, sind einem Mix aus Bildern, Geräuschen, Daten/Fakten, Lärm, Anforderungen, Leistungen und ständigen neuen Möglichkeiten ausgesetzt. Unsere Infrastrukturen, Städtebebauungen sind enorm gestiegen bzw. haben sich verändert.
Menschen in Großstädten sind wesentlich mehr diesen Reizen ausgesetzt. Menschen die auf dem Lande wohnen haben hier einfach andere Möglichkeiten. Die Kraft der Natur und ihre positiven Auswirkungen auf uns. Mittlerweile sind diese Wirkungsweisen, schon wissenschaftlich untersucht und nimmt einen großen Stellenwert, für uns und unsere Empfindungen ein. Jeder wird es kennen, das, wenn wir auf das Meer, auf einem Berg stehen, über Landschaften blicken, ein wahnsinniges verbundenes Gefühl entsteht. Das sei nur am Rande erwähnt, darum soll es heute nicht gehen.
Für viele Menschen ein absolutes Stressproblem, unsere äußeren Stressoren sind hoch und unsere vielen Ablenkungsmöglichkeiten halten uns immer wieder ab, die Ruhe in uns selbst zu finden. Teilweise herrscht in unserer Welt ein absoluter MACHEN und TUN-Modus und bestimmt in vielen Bereichen unser Leben. Im Grunde ist da nichts schlimmes dran, jedoch hat sich dadurch häufig ganz unbewusst, bei vielen Menschen ein Glaubenssatz eingeschlichen. Das nur, wer leistet, auch was und wer ist, nur wer leistet ist wertvoll usw.

Es ist so, wie es ist und wir können nicht (oder doch? ,Glaubenssatz, wer sagt das?) alle aufs Land, ans Meer usw. ziehen bzw. hat die Stadt genauso ihre positiven Seiten. Es ist nur die Frage in unserer Zeit, wie man sich in diesem Dschungel zurechtfindet? Eine Herausforderung! Dabei noch glücklich und erfüllt leben? Im Moment sind wir Menschen rein von unseren Gehirnstrukturen einfach noch nicht dazu in der Lage diese ständigen Stressreize automatisch zu kompensieren. Irgendwann in zig von Millionen Jahren schon, aber jetzt noch nicht.
Ja toll, heißt das jetzt, das wir hilflos ausgeliefert sind? Verloren? Müssen den Stress hinnehmen? Natürlich nicht. Es gibt ein kleines Gegenmittel! Selbst hier hat die Wissenschaft sich dem angenommen. Dieses kleine Mittel, eine absolut bahnbrechende Erkenntnis.

Stille ermöglicht Dir den Zugang zu Deinem eigenen inneren heiligen Raum.

Wenn, wir diese äußeren Stressreize bewusst für ein paar Minuten ausstellen. Uns dieser Stille hingeben. Senkt sie im Körper Stresshormone! Und bewusste, äußere Stille ermöglicht uns, diese Stille in uns zu finden! Diese Stille in der wir zur Ruhe kommen dürfen. In der es einfach mal kein hat, kein muss, kein sollte, kein wollen gibt.

Stille ist Deine Heimat zu Dir selbst, damit Deine Energie nicht im hektischen Weltkarussell erstickt. Versinke mit der Stille in Deine eigene Tiefe. In dieser Tiefe findest Du fast alle Antworten. Deine Mitte und wirst mehr Deinen Weg wieder finden, für Dich und Deine Erfüllung.

Absolut wichtig für uns, das wir trotz unsere vielen Aufgaben, die wir im Alltag zu bewältigen haben, den Kontakt zu uns SELBST nicht verlieren. Mit Kontakt zu uns SELBST meine ich, das wir uns selbst immer wieder wahrnehmen. Uns SELBST – BEWUSST werden. Angefangen vom Körper über unser Innenleben. Also unseren Gefühlen, unseren Bedürfnissen, unseren Werten, Ängsten, Gedanken, Glaubenssätze, Stärken, Schwächen und unseren verletzten Anteilen.
Ein guter Zugang zu seiner Innenwelt hat einen wesentlichen Einfluss, nicht nur auf unsere Stressbewertungen, sondern auf unsere gesamten Lebensbewertungen und Lebensempfindungen. Und spiegeln sich in unseren Beziehungen wider. Die wiederum einen Einfluss auf unsere Empfindungen usw. haben. Wie wir unser Leben empfinden, wie wir agieren, sei es in Gedanken oder Taten wird beeinflusst durch unser eigenes Wohlbefinden.

Ein paar Minuten Stille fangen an, im Körper die Balance zwischen den Polen der Anspannung und Entspannung herzustellen. In Stresssituationen bringt unser Körper ganz automatisch diese „Stressbewältigungsmotoren“ in Gang. Der Blutdruck steigt, die Pupillen erweitern sich, sozusagen wird der Körper auf eine Höchstleitungsreaktion zum Überleben vorbereitet. Diese Mechanismen benötigen wir, heute nicht mehr direkt, um zu überleben. Sind da und trotzdem für uns wichtig und sinnvoll. Ohne sie könnten wir ebenso nicht hochkonzentriert, unseren Fokus schärfen und Dinge in unserem Leben bewältigen, weil unserem Körper die entsprechenden Energien fehlen würde.
Wichtig ist nur der Gegenpart, also die Entspannung. Dieser Part sorgt wiederum dafür, das die körperlichen Aktivierungen wieder gesenkt werden z. B. Senkung des Blutdruckes, Normalisierung der Atmung usw. Äußere Stressreize sind teilweise nicht vermeidbar. Wir können nur selbst eine bewusste Entscheidung treffen und uns immer wieder bewusst werden, das es um überhaupt LEISTEN zu können, dazu gehört.
Ein paar Minuten Stille bewirkt, das unser Gehirn eine Pause bekommt. In solchen Pausen sind schon die kreativsten, bahnbrechenden Ideen und Lösungen, von so manchen Genies gekommen. Eine wichtige Fähigkeit die nicht unterschätzt werden sollte. Sicherlich wirst Du es auch kennen. Wir grübeln und denken über eine Lösung nach. Nichts passiert, drehen uns im Kreis. Die Lösung unerreichbar. In einer anderen Situation und entspannten Situation – zack ist der richtige Gedanke/ die Lösung da …
Ein paar Minuten Stille können noch mehr.
  • Stille kann Kraft geben.
  • Stille kann unser Energielevel heben.
  • Stille kann Klarheit schaffen.
  • Stille kann helfen wieder zu uns selbst zu finden.
  • Stille kann helfen Antworten tief aus sich selbst heraus zu finden.
Stellt sich wahrscheinlich für Dich die Frage, wie diese Stille für Dich zu finden ist, wenn die Unruhe im Moment deutlich spürbar im Vordergrund steht? Hier ein paar Möglichkeiten:
Nimm die Unruhe erst mal an. Hört sich komisch an, wir wollen sie ja weg machen. Doch erzeugt genau das „weg machen“ neuen Druck. Deine Spannungen erhöhen sich. Die Akzeptanz, die Dinge so anzunehmen, ist der erste Schritt. Dein innerer Dialog mit der Unruhe ist wichtig. Unruhe, ich nehme dich wahr, es ist OK, das Du da bist. Dann sich hilfreiche Fragen stellen:
  • Was genau macht mir Unruhe?
  • Bin ich bereit, wirklich mit mir in Kontakt zu treten? (mich mit mir
  • auseinanderzusetzen? Evtl. auch mit Ängsten, Schattenseiten, Schlechten?)
  • Welche Gedanken habe ich?
  • Sind es meine Gedanken oder Glaubenssätze? Wer sagt das? (ich oder, alte Stimmen von Mama, Papa, Opa, Tante, Lehrer?)
  • Was hält mich von der Ruhe ab? (wer leistet, ist was? Du musst dies oder das, erst wenn du?)
  • Wo kann ich die Unruhe im Körper spüren?
  • Was und wie müsste sein, damit ich tiefe Ruhe in mir spüren kann?
Das sind Fragen, die helfen können den Grundstein zu legen. Das kann ein Weg sein, muss er aber nicht. Jeder sollte seinen eigenen Weg finden. Ich habe für mich und in meiner Arbeit, gute Erfahrungen damit gemacht. Und baue so ebenfalls immer wieder Stress auf der mentalen Ebene ab. Probiere es aus, was für mich gut ist, heißt ja nicht für Dich.

Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung. Jiddu Krishnamurti

Achtsamkeit

Ein weiterer Weg ist die Achtsamkeit. Achtsamkeit hilft innerlich einen Schritt zurückzutreten. In der Achtsamkeit geht es darum, eine neutrale Haltung zu den Dingen zu bekommen. Wahrnehmen ohne zu bewerten. Gerade in der Unruhe oder stressige Situationen wird unser Blickwinkel recht eng und führt zum Tunnelblick. Achtsamkeit öffnet diesen Blickraum, aber mit einer neutralen Haltung. Ein Gewahrsein der Raum schafft. Situationen werden anders wahrgenommen und neue Möglichkeiten entstehen. Der Kreislauf von destruktiven Gedankenweisen wird verringert. Damit entsteht keine Egal-Haltung, sondern eine innere, neue Haltung. Es entsteht ein neutraler Abstand, dadurch kann wieder mehr Klarheit entstehen.
Achtsamkeit fördert uns zum Innehalten. Beim Innehalten entsteht eine Präsenz, die uns ermöglicht innere Stabilität zu bekommen. Diese innere Stabilität führt dazu, dass wir bestimmte Situationen im Leben, wesentlich anders betrachten und erleben. Mit innerer Stabilität sind wir mehr in der Lage, gelassen auf bestimmte Dinge, zu reagieren. Mehr Gelassenheit wünschen sich sehr viele Menschen. Probiere es aus, wie es für dich passt. Ich kann dir „Impulse“ geben und Du schaust für Dich, was passt, sich für Dich stimmig anfühlt oder was Du in Deinen Alltag integrieren kannst. Für den Anfang empfehle ich Achtsamkeit mit Deinen Sinnen zu kultivieren. Immer wieder im Alltag anzufangen, die Sinne wieder BEWUSST wahrzunehmen.
Was sehe, rieche, schmecke, höre und fühle (äußerlich mit der Haut, wie innerlich) ich!
Körperwahrnehmung: Immer wieder in Deinen Körper rein spüren. Wie sitze ich? Wo berührt mein Körper die Sitzfläche? Was spüre ich im Fuß?
Das BESTE!
Überall kannst Du ACHTSAM werden. Im Büro, unterwegs und sehr gut, sind natürlich Zeiten in denen wir das Gefühl haben, sinnlose fast „verplemperte“ Zeit zu haben. Ich z. B. nutzte dieses kleine kurze INNEHALTEN/ ACHTSAM zu werden/sein, immer wieder an der Kasse im Supermarkt, beim Autofahren an der Ampel. Sehr gut geht natürlich beim Bahn/Bus/Zug fahren. Es hört sich klein und simpel an, dennoch ist es unheimlich effektiv.
Wenn wir eine Strasse überqueren, tun wir genau das RICHTIGE:

ANHALTEN- SCHAUEN- WEITERGEHEN

Sehr wunderschön ist ein bewusster „ACHTSAMER“ Spaziergang. Kann ich Dir echt empfehlen, probiere es aus (geht auch auf dem Weg zur Bahn). Ein Spaziergang mit und durch die Augen eines Kindes, neugierig, forschend, auf das Schöne ausgerichtet, ist ebenfalls ein sehr gute Möglichkeit, wieder die Lebendigkeit des Lebens mehr zu spüren…


Einfach zu atmen und zu lächeln, kann uns sehr glücklich machen; Denn wenn wir bewusst atmen, finden wir ganz zu uns zurück und begegnen dem Leben im gegenwärtigen Moment. Thich Nhat Hanh

Atem

Der Atem wird vom zentralen Nervensystem gesteuert. Wir haben keine bewusste Steuerung, der Atem kommt und geht. Deshalb hat der Atem in der Entspannung eine wichtige Bedeutung. Wenn wir uns auf den Atem konzentrieren, sind wir im Hier und Jetzt, bei uns.
In hektischen Situationen atmen wir oftmals relativ flach. Jeder kennt Sprüche in angespannten Situationen wie:
Da bleibt mir der Atem weg. 3X tief ein und ausatmen. Im Alltag immer wieder bewusstes Konzentrieren auf den Atem, führt zu dem wichtigen Kontakt zu uns selbst, was eine Basis ist, für unser Wohlbefinden und unserem Gefühl in unserer Mitte zu sein. Hinzukommt eine verbesserte tiefere Atmung, eine bessere Sauerstoffzufuhr und Sauerstoffgehalt im Körper. Alles zusammen führt nach und nach zu einer Entspannung und senkt Deinen Stresspegel.

Das Beste! Deinen Atem hast Du immer dabei.
Anleitung:
In sich hineinspüren. Schließe Deine Augen. Komm in Ruhe an.Nimm Deinen Körper wahr, gehe nach und nach Deinen Körper durch. Dann konzentrierst Du Dich auf Deinen Atem. Nimm ihn wahr, wie er kommt und geht. Atme mehrere Male tief bis in den Bauch, nimm Deine Bauchdecke wahr, wie Dein Atem ihn natürlich hebt und senkt. Atme wieder normal in Deinem Rhythmus weiter. Nur wahrnehmen, wie er kommt und geht. Wenn Dir andere Gedanken kommen, lass sie vorbeiziehen, wie Blütenblätter über dem Meer. Wenn Du abschweifst, komme immer wieder zu Deinem Atem zurück. Verweile so einen Moment, mit Dir und Deinem Atem. Am Ende fängst Du Deinen Körper wieder an zu bewegen, reckst und streckst Dich, bis Du wieder in Deinem Alltagserleben angekommen bist. Öffne dann die Augen.
Diese Atemübung brauchst Du nicht „stundenlang“ machen. Du kannst sie immer und überall, in der Bahn, im Büro, beim Arzt und der gleichen durchführen. Du wirst automatisch ruhiger, entspannter und gelassener. Weil Du so diesen Kontakt zu Dir selber herstellst und mehr wieder in Deine Mitte kommst.
Auf meinem YouTube Kanal „Entspannungslounge“ findest Du eine etwas länger geführte und intensivere Atemmeditation von mir. Vielleicht magst Du sie gerne in Ruhe zu Hause ausprobieren. Über Feedback, Kommentare würde ich mich sehr freuen. Um keine neuen, geführten Meditationen zu verpassen, kannst Du gerne meinen Kanal abonnieren. Hier der Link zu meinem letzten Beitrag mit dieser längeren geführten Atemmeditation
http://entspannungslounge.com/2017/03/13/neue-meditation/
Hier eine kleinere Version der Atemmeditation aus meinem Podcast:
 Ich wünsche Dir eine wundervolle und entspannte Zeit.
Deine Bärbel Gebhardt