Finde Deinen Rhythmus und immer wieder Deine Mitte.


In dieser Folge lade ich Dich ein. Seine Mitte zu finden ist ein großes Thema und unheimlich wichtig für unsere Lebensempfindungen. Je mehr wir immer wieder diese Balance hinbekommen, je mehr wird sich unser Stresserleben verändern.
Ich wünsche Dir viel Spaß.
Deine Bärbel Gebhardt
Auch ich verliere manchmal meine Mitte, das ist überhaupt nicht schlimm!

Es kommt immer auf das Gleichgewicht und das Maß der Dinge an.

Finde Deinen Rhythmus und immer wieder Deine Mitte. Dabei entsteht das Gefühl mit dem Leben zu gleiten. Im Fluss zu sein, dass das Leben Dich trägt. Du das Gefühl wieder bekommst der Gestalter Deines Lebens zu sein. Manchmal haben wir Menschen an unserer Seite, die uns durch ihre Art und Weise aus unserem Gleichgewicht bringen können. Das ist nicht schlimm, sie tun das nicht immer aus Boshaftigkeit, meist selbst aus Unsicherheit und ihrem Ungleichgewicht.
Manche Menschen machen es uns nicht leicht und bringen uns zu dazu, klare evtl. harte Entscheidungen zu treffen zu müssen. Entscheidungen, gemeinsam den Lebensweg weiter zu gehen oder es unumgänglich ist, lieber getrennte Wege einzuschlagen.
Je stärker ich in meiner Balance bin, schwanke, strauchel oder stürze ich vielleicht, doch gelingt es leichter und schneller wieder aufzustehen. So immer mehr meinen Weg zu gehen, diese Menschen so sein zu lassen, wie sie sind, denn einen Menschen zu ändern, liegt außerhalb meines Einflussbereiches. Wir sollten uns auch nicht für einen Menschen ändern.
Wenn doch, führt das meist nur zu meinem unglücklich sein bzw. entfernt es mich aus meiner Mitte und meiner Balance. Wenn ich selber die Veränderung möchte, dann ist Veränderung für uns zwar Arbeit, aber aus meiner inneren Stärke heraus und gelingt leichter bzw. bin ich motiviert, weil es mein eigenes gewähltes Motiv ist. Ein kleiner feiner Unterschied, denn so entstehen nicht Gefühle, etwas zu tun, was nicht zu uns passt. Längerfristig führt das sonst zu einem emotionalen Stresschaos.
Eine eigene Veränderung sollte nie für jemanden, sondern für mich sein. Dann gelingt Veränderung. Wir holen uns den Ball in die eigene Hand zurück. Wir stärken unsere eigene Verantwortung und unsere Selbstwirksamkeit.

Wir brauchen immer wieder dieses Gleichgewicht, es öffnet eine wahnsinnige Kraft in uns für das Leben. Mit dieser Kraft werden so manche Stürme uns nicht sofort wegfegen.

Die Mitte finden, fängt bei meinem Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Selbstliebe und Selbstaktentanz an.
Ein sehr wichtiges Fundament und Basis für unsere Lebensempfindungen. Leider ein starker Stressauslöser. Viele Situationen werden von dieser Basis entweder als stärkend oder bei einem Mangel wesentlich stressiger empfunden und beeinflusst.
Die Gründe sind individuelle, was zum Mangel führt. Es gibt Menschen die aus ihrer Natur bzw. Persönlichkeitsmerkmalen heraus, dass einfach mehr wie andere mitbringen. Einen großen Einfluss haben aber unsere Kindheitsprägungen. Ein Kind erkundet neugierig die Welt, tobt herum, lebt seine Urbedürfnisse aus. Je nachdem wie genau das aberkannt wird, macht es stärkende oder schwächende Erfahrungen, die sich wiederum als negative Glaubenssätze einprägen.
Das können Sätze sein wie, jetzt nicht, sei still, mach das nicht, tue dies nicht, immer machst du, das kannst du eh nicht, was hast du da wieder gemacht, immer machst du, kannst du nicht einmal, bist du so oder tust du so blöd, sei doch wie…
Natürlich ist nicht nur alles immer „böse“ aus unserem Umfeld und Kinder brauchen einen Rahmen und eine Begleitung während ihrem hineinwachsen in die Welt.
Jedoch sollte uns bewusst werden, dass solche kleinen Facetten zu einem inneren Konflikt führen und destruktive Gedanken über sich selbst manifestieren können.
Wie, so wie ich bin, bin ich nicht o. k., ich funktioniere nicht so, wie andere es gerne hätten, also bin ich nicht gut, um Liebe/Anerkennung/Wertschätzung zu bekommen, muss ich so sein.
Längerfristig fördert dieses aber Konkurrenz/Leistungsdruck, leistest du was, bist du „nur“ was, haste nichts, bist nichts und zieht Menschen noch weiter runter. Letztendlich Auslöser für das berühmte Hamsterradgefühl, Gefühle der Unfreiheit, Sinnlosigkeit. Und im schlimmsten Fall zu krankmachenden Folgen, wie Depressionen, Burnout usw. führt.

Die Dinge sind gelaufen, wie sie sind, und liegen in der Vergangenheit. Auf sie haben wir keinen Einfluss mehr, jedoch im Hier und Jetzt. Wir sind erwachsen, haben unseren eigenen Willen und können immer diese Basis von unserem Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, unsere Selbstliebe und Selbstachtung selber stärken. Manchmal sind diese Dinge jedoch so tief und bedürfen externe Hilfe (z. B. Psychotherapie)
Deswegen heißt die Mitte finden für mich, zuerst selber mit mir in Kontakt, zu kommen. Eine Verbindung und eigene Freundschaft mit mir selber aufzubauen und zu pflegen. In der ich mich selber erforsche, mich annehmen kann, so wie ich bin, mit all meinen Ecken und Kanten, meinen Stärken und Schwächen, meinen Erfahrungen.
Meine Bedürfnisse/Werte und Gefühle erforsche/kennen und lieben lerne. Und anfange mich genauso und deshalb selbst zu lieben. Mich trotz der Schwächen, als ein Wesen anzuerkennen, das einfach VOLLKOMMEN ist.
In der Mitte zu sein fördern unsere Beziehungen, weil wir anders kommunizieren, Grenzen setzen können und uns damit etwas mehr Freiheit vom Außen schaffen.

Die Mitte finden heißt genauso ein geeignetes Maß der Balance zwischen den Polen von Aktion und Ruhe hinzubekommen. Es ist im Leben völlig normal, das wir aus dieser Balance geraten. Die Gründe sind vielfältig und individuell. Bin ich z. B. ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, kann ein lauter Mensch oder ein Streit, mich aus der Mitte bringen (deswegen wie oben beschrieben, erforsche Dich und lerne Dich bewusster kennen.)
Je mehr ich aber meine Mitte einmal richtig gefunden und gestärkt habe, fällt es mir wesentlich leichter der Abwärtsspirale zu entkommen, weil ich STÖRER oder STÖRENDES besser und schneller erkenne. Ich mit ihnen wesentlich anders und gelassener umgehen kann. Und wenn ich sie doch verloren habe, wieder leichter zu ihr zurück finde.
Stellt sich Dir vielleicht die Frage nach dem WIE? Das kann ich Dir auch nicht zu 100 % Prozent erklären, weil wir alle unterschiedlich und individuell sind, jeder Mensch braucht seinen eigenen Weg.

Ein Weg, der sich für Dich stimmig anfühlt.

Zur Mitte finden fängt mit dem Blick nach innen zu richten an.
Es gibt viele unterstützende Möglichkeiten wie z. B. :
Entspannungstechniken wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Meditation (einige gibt es schon von mir in meinem YouTube-Kanal „Entspannungslounge“), Yoga, Qigong, Tai-Chi, Hypnose, aber auch die klassischen psychologischen Therapieformen (die bei manchen Dingen einfach angebrachter sind), manchmal reicht auch klassisches Coaching, eine Beratung oder ein Training. Ebenso kann Sport, ein Spaziergang oder ein spezielles Seminar hilfreich sein.

Mir helfen oft folgende Fragen:
Was hat meine Balance in schwanken gebracht?
Was ist im Ungleichgewicht?
Welche Situationen/ Menschen/ Verhaltensweisen/ Dinge sorgen bei mir für Disharmonie?
Was löst es in mir aus?
Welchen noch so kleinen „guten“ Keim gibt es an der Sache?
Wo spüre ich es im Körper?
Was möchte ich nicht mehr im Leben? (Mach Dir eine konkrete Liste)
Woran habe ich Freude?
Womit würde ich mich am liebsten beschäftigen/arbeiten, auch wenn ich kein Geld dafür bekommen würde?
Was genau möchte ich wirklich?
Ist es wirklich so schlimm? Oder tragen meine Gedanken gerade dazu bei, es sooo schlimm zu machen?
Was ist nicht geklärt und wird dadurch angestoßen? (Alte Verletzungen/Probleme/Gefühle, die nämlich nichts mit dem Aktuellen zu tun haben.)
Was wäre schlimmer……?
Meines Erachtens relativiert die Verschlimmerungsfrage relativ schnell. Wichtig ist sie nur ein MAL (!), kurz und knappzuhalten.

Wie ich schon erwähnt habe, spielt der Bereich von unserem Selbstbewusstsein, das Selbstwertgefühl usw. eine große Rolle. Deswegen ist es immer wichtig, diesen zu stärken.
  1. Sei Dein eigener bester Freund/Freundin. Lerne Dich kennen, erforsch Dich, Deine Werte und Bedürfnisse. Akzeptiere Dich so, wie du bist. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen, lasse Fehler zu.
  2. Vergleiche Dich nicht mit anderenJeder Mensch kann etwas anderes, lege Deinen Fokus auf das, was Du kannst.
  1. Schaffe Dir Erfolgsrituale und genieße sie. Sei stolz auf Dich. Ich weiß, ist uns häufig abermals als Eigenlob stinkt deklariert worden.
  2. Wir wachsen mit unseren Aufgaben. Trau Dich, neue Dinge auszuprobieren. Wir agieren häufig in unseren Wohlfühlzonen.
  3. Visualisierungsübungen: Hier gibt es verschieden Möglichkeiten, zum einen sich konkret alte positive Erfahrungen vorzustellen, also, wo Du das Gefühl hattest voller Selbstbewusstsein zu sein, Stolz gewesen bist, etwas geschafft hast usw. 5.1 Vorstellungen von anderen die in Deiner Vorstellungen ein gutes Selbstbewusstsein haben, das konkret sich vorstellen.                                                                                                            5.2. Unterstützende eigene innere Formulierungen wählen. Die Wirkungen sind unterschiedlich, und je nachdem, wie geschwächt das Selbstbild ist, brauchen manche Menschen erst mal andere Unterstützung. Hier würde es eher ein Einreden bedeutet und nicht bzw. weniger wirken.
    Mir selber haben sie sehr gut in Kombination mit Entspannungstraining geholfen, diesen Bereich zu stärken. Z. B.
    Ich bin wertvoll.
    Ich bin liebenswert.
    Ich mag mich.
    Ich liebe mich.
    Hier meine eigenen Sätze:
Ich liebe, glaube, vertraue mir und anderen. Ich bin mutig und stark. Ich bin dankbar. Ich vergebe mir und anderen. Obwohl ich…. akzeptiere und liebe ich mich so, wie ich bin…
Finde Deinen Weg. Finde immer wieder in Deine Mitte.
Du wirst weiterhin Stress erleben, jedoch wird sich vieles von alleine entspannen. Du wirst stressige Situationen anders bewerten. Dein komplettes Stressempfinden wird sich verändern.
Je mehr wir immer wieder zu unserer Mitte finden, werden wir gelassener und ausgeglichener. Unser Stresspegel sinkt, weil wir ein ganz anderes Lebensempfinden entwickeln.
Ich wünsche Dir eine findungsreiche Zeit für Deine Mitte.
Deine Bärbel Gebhardt
P.s. Du magst mich vielleicht eine Träumerin nennen, jedoch glaube ich an diese Welt und an uns Menschen. Je mehr Menschen ihre Mitte immer wieder finden, entsteht mehr Frieden in jedem Selbst. Mehr Frieden in uns, desto mehr Frieden entsteht vielleicht in der Welt. Je mehr Menschen Frieden in sich spüren und leben, je mehr Kinder wird es geben die genau aus diesem Frieden in ihrem Hineinwachsen in die Welt begleitet werden! Daraus ein Weltfrieden entsteht, den wir uns im Moment nur in unseren kühnsten Vorstellungen ausmalen können.
Daran glaube ich fest und hoffe mit meinen noch so kleinen Beiträgen wie meinen Artikeln, freien Übungen, Ideen/Bildern, meinem YouTube Kanal, meiner Internetseite, genau das für die Welt, für uns, für unsere Kinder, für unseren Frieden in uns beitragen kann …