Die Reise zum Horizont …

Die Reise zum Horizont

Heute eine kleine Inspiration zum NACHDENKEN.

Schritt für Schritt, schaue auf meine Füße, sehe Asphalt über Asphalt. Immer weiter gehe ich diesen Weg. Komme voran. Gehetzt und getrieben. Weiß nicht weshalb, warum von wem? Immer weiter und weiter, fokussieren, noch ein Schritt, noch mehr Asphalt. Am Ende am Horizont angekommen, müde und ausgelaugt.
Oder?
Ich beginne den Weg. Über Straßen und Täler. Ich vertraue meinen Füßen, die tragen mich. Schaue rechts, links, oben, unten, hinter, vor mir. Sehe Asphalt aber auch die Wälder, den Himmel, die Sonne, Landschaften. Entdecke Bäche, mache eine Pause, erfrische mich und genieße dieses klare Wasser. Laufe weiter, entdecke verschlungene Pfade, probiere sie neugierig aus. Höre, rieche, sehe, fühle …
Entdeck alt bekannte und neue Pflanzen und Tiere. Jeder Moment gibt etwas anderes her, ein sanfter Windhauch, der Flügelschlag eines Schmetterlings, die wärmenden Sonnenstrahlen. Bin dankbar und voll Freude diese Dinge wahrnehmen zu dürfen.
Endet ein Pfad, gehe ich zurück und sehe wieder mit anderen Augen Dinge, die ich vorher nicht sah, freue mich und gehe den nächsten Pfad. Irgendwann bin ich wieder auf meinen Weg. Klar, frisch, fokussiert auf den Moment, der als Nächstes kommt. Mir begegnen Menschen, manche nur flüchtig, bei manchen, mache ich eine Rast.
Unterhalten uns. Manche begleiten mich, sind mir nah, manche sind etwas „crazy“. Jeder ist so, wie er ist, ich bin ich, Du bist Du. Manche zeigen mir Dinge, die ich gut gebrauchen kann und manches kann ich diesen Menschen zeigen. Jeder hat seine Fähigkeit, die sich ergänzen, ich freue über diese Vielfalt und bin dankbar für diese Unterschiede.
Manchmal begleiten sie mich nur ein Stück, manchmal etwas länger oder vielleicht auch parallel. Manchmal sind sie schneller, langsamer oder probieren andere Pfade aus. Manchmal kreuzen sich später unsere Wege erneut.
Einige dieser Menschen hinterlassen Spuren gute wie schlechte. Jedes Gefühl nehme ich an und erkenne das auch, wenn Narben von Schmerz und Leid da sind, ich weiter reisen kann, mit dem Schmerz.
Ich nehme diesen Schmerz mit, akzeptiere ihn, denn er ist ein Teil von mir, aber nur ein Teil, auf einem bestimmten Pfad. Der Schmerz auch immer eine Chance beinhaltet, mich leichter von solchen Begegnungen zu lösen, mir über bestimmte Dinge bewusst und klar zu werden.
Es nicht bedeutet, dass die anderen Pfade so sein müssen, dass ich es in der Hand habe, genau zu wählen, blind voller Schmerz weiterzulaufen oder mich bewusst, für das Licht entscheide, mich den schönen Dingen zu widmen. Denn die Dunkelheit nimmt ab, durch das Licht.
Ich laufe weiter, den Horizont vor Augen.
Und irgendwann erkenne ich, der Horizont ist wichtig, mein Kompass, vielleicht komme ich dort an. Vielleicht aber auch nicht, dafür habe ich einen wundervoll, erfüllten Weg, mit Augenblicken und Momenten, die tief in meinem Herzen sind. Wenn ich angekommen bin, blicke ich hoch und sehe den nächsten Horizont. Und mache mich erneut auf den Weg …
Das Glücklichsein setzt sich aus vielen kleinen Facetten zusammen. Doch kommt es auf die Art an, wie ich reise. Ziele sind enorm wichtig, jedoch sollten wir nicht nur Zielen hinterherjagen, leicht entsteht ein Kampf von immer mehr, immer weiter. Was bringt uns das tollste Ziel, wenn wir mit Scheuklappen es erreicht haben? Dabei am Wegesrand nicht die vielen schönen Facetten des Lebens wahrnehmen?
Die innere Haltung ist für mich ein tragendes Element. Dazu zählen für mich, die Achtsamkeit, Entspannung/Auszeiten/Pausen/Erholung, Vertrauen, Offenheit, Gefühlszugang, Freude, Dankbarkeit und fördert eine optimistische Grundhaltung dem Leben gegenüber und verringert Stress.
Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet und mehr die Dinge getan, die mich erfüllt hätten, mehr geliebt, mehr Zeit mit Menschen die mir wichtig sind verbracht. Diesen Wunsch berichten sehr, sehr viele Menschen an ihrem Sterbebett …

Wie willst Du durch Dein Leben reisen? Was möchtest Du am Ende Deiner Reise gerne über Dein LEBEN sagen?

Deine Bärbel Gebhardt