Begegnungen…

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ Guy de Maupassant.

Menschen und Begegnungen können großen Stress in uns auslösen. Ich war spazieren und habe über dieses Zitat nachgedacht. Auf einer Bank gemütlich gemacht und relativ spontan kamen mir einige Gedanken, die ich für meinen Fanseiten, Facebook und Instagram, sofort aufschrieb.

Diese Gedanken, über unsere doch so oft „stressverursachenden Mitmenschen, ließ mich nicht mehr los. Daraus sind nun noch diese Zeilen bzw. habe ich es auch wieder für Dich zu hören eingesprochen…

 

Gedanken von mir über Begegnungen.

Begegnungen, die jenseits von richtig oder falsch liegen. Es sind unsere individuellen Vorstellungen und Bewertungen von richtig oder falsch. Ich meine damit nicht richtig oder falsch im Sinne von gut oder böse. Für ein Miteinander benötigen wir schon „ gemeinsame“ Regeln. Wenn Du weiter liest, wirst Du, glaube und hoffe ich, es besser verstehen, was ich genau damit meine.

Begegnungen, die jenseits von Verpflichtungen und Erwartungen liegen.

Begegnungen, wo Bedürfnisse und Gefühle ihren Platz haben dürfen.

Begegnungen, die Raum geben. Raum für, wer du gewesen bist, bevor die Welt und manchmal wir selbst, dir erklärt hat, wer, was und wie du sein solltest.

Begegnungen, die deine errichteten Mauern abbauen.

Begegnungen, die dir das Gefühl nehmen, eine Maske aufsetzen zu müssen, dir erlauben sie abzusetzen, und interessiert sind, wer du bist, hinter dieser Maske.

Begegnungen, die dich wirklich sehen, hinter deinen Erfolgen, Siegen, Titeln und Niederlagen. Für die du nicht nur wer bist, weil du dies oder das tust, machst, bist, kannst, gelernt oder erreicht hast.

Begegnungen, die fühlen, wer du bist, versteckt hinter deinen Ängsten.

Begegnungen, die fühlen, was vielleicht hinter deinem strahlenden LACHEN steht. Dich deswegen nicht fertigmachen. Dich mit ihrer Berührung über solche „dunklen“ Täler tragen.

Begegnungen, die dich sehen, wer du bist, bevor die Regeln der Welt aus Bedingungen, dich in ihr Korsett gezwängt hat.

Begegnungen, die sehen, fühlen, die in dir gefangenen Tränen und sie mit ihrer Berührung gemeinsam befreien.

Begegnungen, die dich in all deinen Facetten berühren, mit all deinen Farben und Narben, deinen Ecken und Kanten. Dich nicht deswegen bewerten und verurteilen. Dich so annehmen und akzeptieren, genauso wie du bist, weil du so bist.

Begegnungen, die bedingungslosen Freiraum schaffen, einen Freiraum zum Entwickeln und wachsen.

Begegnungen, die deine und gemeinsame Gaben, Talente entdecken. Den Freiraum geben, einen eigenen Weg finden zu dürfen und ihn gehen zu lassen.

Begegnungen, die Festigkeit geben, wie ein Fels in der Brandung zueinanderstehen.

Begegnungen, die sich immer wieder auf Ebenen treffen, die frei sind, frei von eigenen alten Verletzungen.

Begegnungen die sehen, fühlen, eintauchen wollen in ein Meer, ein Meer der Freude und Hingabe dem anderen gegenüber. Eine Hingabe, die einfach so passiert, in der nicht unbedingt große Worte herrschen müssen. Für die es manchmal auch einfach keine Worte gibt.

Begegnungen, die Orte schaffen, in denen jeder so sein darf, wie er ist.

Begegnungen, die geprägt sind, von Wertschätzung, Achtung und Würde dem anderen gegenüber.

Begegnungen, die frei sind von Vorurteilen.

Begegnungen, die sich gegenseitig berühren vom Zauber des Lebens.

Begegnungen, die sich erfreuen an dem Blühen des anderen.

Begegnungen, die sich berühren, an sich und den anderen glauben, wenn die Zweifel zu groß sind.

Begegnungen, die Raum schaffen, für die individuelle Einzigartigkeit des anderen.

Begegnungen, die verzeihen, gerade in Zeiten, in denen du dich nicht so verhältst, „nicht verdient“ hast. Dir helfen genau dieses zu korrigieren.

Begegnungen, die Raum schaffen, einen Raum für ein ehrliches, aber wohlwollendes, würdiges miteinander.

Begegnungen, die akzeptieren, wenn du für dich selber eine Grenze ziehst.

Begegnungen, die sich berühren und gemeinsam die zerbrochene Brücke zum Herzen wieder aufbauen.

Begegnungen, die dich berühren, all da, wo in DIR kein FRIEDEN ist…

Sich dort treffen und gemeinsam, mit dieser Berührung, ganz zart und leise, heilsam neuen Frieden säen…


Und vielleicht auch Begegnungen, die vielleicht bedeuten, eigenen Schmerzes ertragen zu müssen, den anderen frei zu lassen, wenn dieser unglücklich, sich entfernt hat oder auf anderen Ebenen sich entwickelt hat.

Wenn wir es zu lassen, bereichern uns Begegnungen. Ein Grundbedürfnis von uns Menschen sind soziale Bindungen. Und manchmal sorgen gerade Menschen, für massiven Stress.

Deswegen meine Gedanken, weil in den aufgeführten Worten, können Begegnungen stattfinden, die frei machen, die sich entwickeln und wachsen lassen. Begegnungen die einen gemeinsamen, heilsamen Weg gehen. Begegnungen, die auf Ebenen stattfinden, für die es fast keine Worte gibt, so ein Raum entsteht, indem wirkliche Begegnung zwischen zwei Menschen, Objekten oder mir selbst gegenüber entsteht, die von Würde und Achtung geprägt sind.

Bedingungslose positive Wertschätzung ist für uns Menschen ein grundlegendes Bedürfnis.

Das fängt bei vielen kleinen alltäglichen Begegnungen oder auch Beziehungen an. Wir sind in einem ständigen Beziehungsgeflecht. Das kann die Verkäuferin an der Kasse sein, die Arzthelferin oder die Toilettenreinigungskraft. Wie schnell passiert es, das „wir“ mit Vorurteilen oder Bewertungen, Begegnungen haben und Menschen nicht bis weniger positive Wertschätzung entgegenbringen, nur weil sie einen anderen Bildungs/Berufsstand haben, anders aussehen, dick (selbst schuld usw.) oder dünn sind.

Viele Menschen sind massiv unglücklich und unzufrieden. Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist, von „haste nichts, bist nichts“. Doch sind Beziehungen zu anderen Menschen enorm wichtig für uns. Wenn wir alle uns wieder mehr besinnen auf ein freundliches Miteinander, können wir selber viel füreinander tun. Ich glaube, jeder einzelne kann so sehr, sehr, sehr viel für unseren ‚Weltfrieden‘ tun.

Wenn wir wieder mehr Begegnungen haben, die geprägt sind von Freude, Lust und Spaß zu haben, den anderen offen zu erforschen. Werden wir achtsam bewusster und wachsen dadurch ebenso persönlich. Dabei entsteht ein Raum für offenes und klares wahrnehmen von Menschen, Situationen und Dingen, auf der nonverbalen und verbalen Ebene.

Es entsteht ein besserer Zugang zu seinen Gefühlen und schafft einen Nährboden für besseres Zuhören und das Verstehen von Mitmenschen. Das wiederum führt zur eigenen und zur gemeinsamen Stabilität, in unseren gesamten Beziehungen und Begegnungen.

Haben wir stabile Beziehungen, fühlen wir uns wohler, sodass unser Stresslevel verringert wird. Wir sind in einem ganz anderen emotionalen Zustand und werden viele Dinge wesentlich entspannter sehen. Dabei entwickelt sich Gelassenheit vor allem mit Stress auslösenden Menschen.

Und so möchte ich DICH zum Ende nur fragen:

Wie möchtest Du Menschen begegnen? Bist Du ein Mensch, den Du selber gerne begegnen würdest? Möchtest Du Dir selber begegnen?

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.“Mahatma Gandhi

Namaste

Dazu gibt es verschiedene Übersetzungen: Verbeugung zu Dir. Ich grüße das Göttliche in Dir oder ich grüße den göttlichen Geist in Dir. Und damit ist nicht der traditionelle Glaube an Gott gemeint. Ich finde, dass er gerade heute sehr gut zu Verabschiedung passt.

Ich hoffe, ich konnte Dich hiermit „liebevollen Anstupsen“ etwas zu überlegen, für Deine zukünftigen Begegnungen …

Schreib mir doch gerne in den Kommentaren. Über Feedback freue ich mich.

Herzliche Grüße

Deine Bärbel Gebhardt

P.s. Einiges dürfen wir auch selber für uns anwenden. Das heißt, wie möchte ich mir selber begegnen? Mich frei machen von Erwartungen, mich annehmen und akzeptieren, wie ich bin, bin ich OK. Mich nicht immer wieder selbst verurteilen, es ist OK, was alles gerade da ist. Mich liebevoll auf eine Reise mache und mich erforsche.