14.Türchen- Glücklichsein ist eine bewusste Entscheidung…

14. Dezember
„Es kommt für jeden der Augenblick der Wahl und der Entscheidung: Ob er sein eigenes Leben führen will, ein höchst persönliches Leben in tiefster Fülle, oder ob er sich zu jenem falschen, seichten, erniedrigenden Dasein entschließen soll, das die Heuchelei der Welt von ihm begehrt.“
Oscar Wilde
Glücklichsein ist eine Entscheidung!
Ich habe Verständnis für die unterschiedlichsten Dinge, schlimme Dinge die Menschen passieren und teilweise sie so machen, wie sie sind. Ich wünsche mir wie viele, dass es vieles nicht so geben würde, wie sie leider auf der Welt passieren. Das Hadern und den Glauben verlieren, liegt hier sehr nah. Ich habe genauso gerungen, das Leben verurteilt, was soll der ganze Scheiß hier, ins Klo gegriffen, Wut verspürt, hingefallen, anklagend / richtend, warum, weshalb wieso, wie kannst Du das nur zu lassen, warum muss das mir passieren, das kann doch von dir nicht so gewollt sein, habe ich das verdient?
Ich glaube, einige werden sich hier wiederfinden. Facetten, die mehr oder weniger immer wieder im Leben auftauchen, für uns bereithält oder macht.
Der Glaube, an etwas, für etwas dürfen hat Kraft und den dürfen wir nie verlieren. Damit öffnen wir Tür und Tor gerade für Ängste, die wiederum uns massiv und unbewusst leiten. Glücklichsein verhindern/erschweren. Wir in die sogenannte Opferhaltung uns begeben, die Macht über uns abgeben. Deswegen ist Glücklichsein auch eine bewusste Entscheidung.

 


Wir wurden geboren, sind in einer Abhängigkeit im System der Familie entweder positiv oder negativ gefangen. Diese Prägungen haben einen enormen Einfluss, jedoch nicht für immer, wenn wir unsere Entscheidungskraft wieder entdecken, unseren freien Willen und unsere Eigenverantwortung.
Eigenverantwortung beginnt und heißt ganz viel. Aus und mit den Erfahrungen aus dem gestern zu leben und nach vorne zu schauen.
Nicht im Alten und Schmerz verharren. Eigene und die Fehler von anderen akzeptieren und sie als Chance zu sehen, daraus genauso, was zu lernen war. Bestimmte Dinge im Leben bewusst anders zu machen, kennen sehr viele Menschen. Diese bewusste Entscheidung dafür ist eine ressourcenorientierte Haltung und bringt eigene Schöpfergefühle (ja, ich liebe dieses Wort, weil es so viel Kraft besitzt) mit sich.
Manchmal heißt Eigenverantwortung auch sich selbst zu fragen, welchen Anteil habe ich? Damit soll nicht die Verantwortung und Schuldzuweisungen für bestimmtes Verhalten/Handlungen hin und her geschoben werden, sondern das bewusst werden der eigenen Strukturen z.B. Gefühlsumgang, Kommunikationsmuster, Bewertungen usw..
Damit innerer Frieden entstehen und das Loslassen geschehen kann.

In welchen Bereichen meines Lebens habe ich die Verantwortung abgegeben?
Autsch, die Frage hat es in sich. Nein, wir geben keine Verantwortung ab, manchmal sind es die kleinen unbewussten Dinge, die mit einer Verantwortungsabgabe einhergehen. Jeder sei eingeladen, genau dies für sich zu überprüfen. Ich weiß selber das es nicht unbedingt leicht ist, jedoch:

Ehrlichkeit ist eine Tugend. Ehrlichkeit mit sich selbst eine Herausforderung, aber befreit!

Fördern damit die Stressbewältigung, Resilienz und das Glücksgefühl.
Deswegen habe ich heute Dir eine kleine Übung aus meinem Resilienz Trainingskurs mitgebracht.
Denn Verantwortungsübernahme ist ein Baustein für die Resilienzfähigkeit.
3. Schritte zur Verantwortungsübernahme
1. Schritt
– schreibe Dir eine Reihe von Sätzen auf, die mit „Ich muss“ beginnen auf.
– sprich diese Sätze bewusst in Gedanken oder auch laut aus.
– spüre und achte auf Deine Empfindungen (körperlich, gefühlsmäßig).
2. Schritt
– verändere die Sätze und schreibe „ Ich entscheide mich für/zu…
– sprich diese Sätze bewusst in Gedanken oder auch laut aus.
– spüre und achte auf Deine Empfindungen (körperlich, gefühlsmäßig).
– gibt es Unterschiede? Was verändert sich?
3. Schritt
– ergänze die Sätze mit „weil ich…“ (Ich entscheide mich für/zu, weil ich…)
Ich habe weiter überlegt und diese Übung um einen 4. Schritt erweitert.
4. Schritt
– entspann Dich, achte auf Deinen Atem, schließe die Augen.
– lege die rechte Hand auf Deinen Herzbereich, atmen, spüren
– dann bewusst die Sätze gedanklich oder wieder laut vor Dir
„Ich entscheide mich… oder ich entscheide mich für/zu, weil ich…“.
– Nachspüren, Empfindungen, Unterschiede wahrnehmen.
Eine relativ kleine Übung mit einer starken Wirkung…
Probiere es aus und lass es mich wissen, wie es Dir ergangen ist.
Es ist Dein Leben und vielleicht magst Du Dich immer wieder bewusst dafür entscheiden.

„ Ich entscheide mich glücklich zu sein…“

Herzliche Grüße
Deine Bärbel