19. Türchen-Weihnachten

19. Dezember
 
Weihnachten
Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so friedlich aus.
 
An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderlich beglückt.
 
Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
 
Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt´s wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!
 
Joseph von Eichendorff

Ein wundervolles Gedicht und mehr an Worte möchte ich heute nicht verschenken. Lass sie wirken in Deinem TUN, DENKEN und im HERZEN, jeden Tag in dieser Woche vor dem Fest. Genieße in Ruhe…
 
Herzliche Grüße und einen entzückenden Tag.
 
Deine Bärbel