24. Türchen-Ein kleiner Stern…

24. Dezember
Heute zum Ende meines Kalenders eine kleine gerade entstandene Geschichte von mir…
Ein kleiner Stern, ganz einsam und verloren in den Weiten vom großen Universum. Nicht sehnlicher wünschte er sich, so zu strahlen, wie die Sterne neben sich. So ein strahlendes Licht wollte er auch sein. „Alle anderen können das, nur ich kann es nicht“, dachte er. Der Ehrgeiz packte ihn und er strengte sich noch mehr an, immer wieder, immer mehr wollte er ganz groß, hell und klar werden.
Er zog seine Kreise, wollte immer mehr und ganz viel, strengte sich noch mehr an. Dabei wurde er immer trauriger, statt strahlender, schweifte und schweifte durch das Universum und fand nicht seinen Platz. Fühlte sich einsam, verloren und vergaß immer mehr, sein Licht in sich.
„Was habe ich schon zu geben, bin so klein und unscheinbar“, durchfuhr es ihm immer. „Ich bin umgeben von vielen großen Sternen, sie sind einfach besser als ich, strahlen so schön“, waren immer wieder seine Gedanken.
Er wurde immer ruhiger, sein Strahlen wurde weniger und so nahm er innerlich schon Abschied.
Er zog weiter seine Bahnen und begegnete einem anderen kleinen Stern, der genauso wenig strahlte wie er. Er war neugierig, konnte es doch nur so einen, wie er ist geben, alle anderen sind doch besser, heller. Magisch zog es ihn zu diesem Stern, wollte er doch wissen, warum er so wenig strahlte. Er faste seinen ganzen Mut zusammen, rückte ihm immer näher und fragte ihn:
„Sag, kleiner Stern, warum strahlst du so wenig?“ „Ach, weißt du, ich wollte so gern, wie die Großen hier, ein wundervoller, heller, leuchtender Stern sein, jedoch schaffe ich es nicht, sie sind zu groß, zu hell, einfach besser. Ich streng mich an und schaffe es nicht“, antwortete er.
Komisch wurde dem anderen Stern. Er fühlte sich hingezogen, nahm die Worte auf und merkte, wie ihm ganz warm um sein Herz wurde. Auf einmal wurde ihm so viel deutlich. Er überlegte nur ganz kurz und schenkte dem anderen Stern, ein wenig von seinem Licht. Er fühlte, genau das ist es. Ein wohliger, angenehmer Schauer durchfuhr ihm. Er wurde immer ruhiger und sehr klar, selbst wenn es sein letztes Leuchten bedeuten würde. Der andere Stern war erstaunt über diese Güte, wurde ruhig, achtsam und entspannte sich. Je ruhiger er wurde, desto mehr empfing er, desto mehr begann er an zu strahlen, immer heller, immer strahlender, ganz tief aus seinem Inneren heraus. Sein Herz wurde so weit, wie noch nie. In ihm entstand eine Freude, die er so noch nie gefühlt hatte. Fühlte er sich so angenommen, gesehen und absolut wertgeschätzt, von dem anderen Stern.
Beide fühlten sich so unglaublich berührt und klar, so das plötzlich, ganz magisch durch das andere helle strahlen, der andere Stern tief aus dem inneren heraus ebenso weit und hell, klar und schön, deutlich an zu strahlen anfing. So hell, dass sie sich fast blendeten. Immer mehr und schneller dehnten sie sich aus und strahlten immer zu und immer fort. Nach einer Weile fragten sie sich: „Was machen wir nun, jetzt sind wir hell und strahlen so schön, jetzt haben wir das erreicht. So hier stehen bleiben, dass die anderen uns nun beneiden können?“
Nach einer Weile fingen sie an zu lachen, freuten sich und wussten ihre Antworten. Jeder zog fort und begannen jedem noch so kleinen Stern, der das Licht in sich nicht mehr sah, diese Geschichte an zu erzählen, schenkten etwas von ihrem Licht. Sie sahen, nahmen, und hörten den anderen Sternen zu. Sahen ihren Wert, den jeder Stern in sich hat, auch wenn das Licht so klein ist. Entfachten dadurch immer mehr andere Sterne. Sie zogen ebenfalls fort und fingen an diese Geschichte weiterzugeben. Immer zu und immer fort…

 

Das Licht ist immer in Dir. Ob nun groß oder klein. Jeder hat seine Talente und Gaben, bringt genau das hier auf dieser Welt zum Ausdruck. Mit Wertschätzung und etwas mehr Menschlichkeit können wir es schaffen und wieder mehr Menschen zum Strahlen bringen. Damit sie nicht ständig meinen, sie müssen leisten, um angenommen zu sein, dass Leben ein ständiger Kampf sei. Mehr Freundlichkeit und Güte, für die eigenen Päckchen, die jeder auf dem Rücken trägt. Bedingungslose Liebe, Annahme im kompletten Sein, wird ebenso viel verändern.
Ich wünsche Dir natürlich viele schöne leuchtende Sterne in Deinem Leben. Sterne, die Dich mögen, Dich erfüllen. Dich strahlen lassen und Du dies auch für andere bist, und zwar aus vollem, offenen Herzen …
Ich wünsche Dir einen wundersamen heiligen Abend im Kreis Deiner eigenen Besinnlichkeit und Deiner LIEBEN.
Herzliche Grüße
Deine Bärbel

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