Von Zeit zu Zeit die Seele baumeln lassen!

 

„Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.“

Eine indianische Weisheit, die gerade in unserer hektischen Zeit immer mehr von Bedeutung wird. Völlig unabhängig, ob ich überhaupt an eine Seele glaube, ob es für mich mein ich, mein Inneres oder mein Herzbereich ist…

Wir MACHEN und TUN, sind getrieben, hetzen und verlieren uns allzu oft im AUSSEN. Vergessen dabei uns SELBST. So entsteht Unzufriedenheit und unser Leben wird von einem grauen Schleier überdeckt. Sehr leicht entsteht eine Abwärtsspirale, die massiv weiteren Stress produziert so weit bis Dauerstress entstanden ist und der (!) ist es der krankmacht.

Auch ich habe weiterhin Stress. In meinem Leben gibt es natürlich Umstände, Situationen, Dinge wie z. B. Höhen und Tiefen, positive wie negative Gefühle, Menschen, Anstrengungen, Herausforderungen, alte (neg.) Glaubenssätze, verschärfende Denkweisen und oh ja, der innere Kritiker, Schweinehund in mir macht mir genauso immer wieder zu schaffen und eine körperliche Stressreaktion verursachen. Doch gehe ich heute wesentlich anders damit um.
Sieh nicht nur den schwarzen Punkt.

Das Leben ist immer mehr als der kleine Punkt. Der Stress, der Mensch, unsere positiven wie negativen Gefühle.

Das Leben ist spitze, wenn wir es dazu machen,
was nicht heißt, dass es immer rund läuft, es nicht Phasen gibt, die extrem herausfordernd oder absolut blöd sind. Doch der Grundton spielt bei mir länger schon eine Harmonie, geprägt von Freude und Dankbarkeit. Das war nicht immer so.
Viel an meiner eigenen inneren Haltung gearbeitet. Und das kann jeder, es muss nur erst ins Bewusstsein.
Dabei entsteht Freiheit. Freiheit im DENKEN. Freiheit in meinen Entscheidungen. Freiheit trotz gesellschaftlicher Dinge, Erwartungen, Werte, Normen usw. Denn diese haben immer auch positive, wichtige Aspekte für ein gemeinschaftliches Zusammenleben hier auf der Erde. Ich bin offen und tolerant, aber nein, ich möchte nicht ständig jemand nackend auf der Straße sehen. Du verstehst, was ich meine…

Wichtig für mich und ich denke für alle, dass ich mein Glücksempfinden NICHT von geliebten Menschen, Dingen, Situationen abhängig machen sollte. Wenn diese Basis entzogen wird, werden Tür und Tor einer Abwärtsspirale geöffnet. Das eigene Glücksempfinden darf nicht daraus entstehen, sondern nur das i- Tüpfelchen sein.

Wir brauchen soziale Bindungen/Beziehungen, doch die intimste ist die mit sich selbst. Andere Menschen/das Verhalten liegt außerhalb meines Wirkungsbereiches, häufig sorgen die für emotionalen Stress und somit zur emotionalen Instabilität, aber meist, weil Abhängigkeiten oder Erwartungen bestehen:
Du bist für mein Glück da, ohne dies das kann ich nicht glücklich sein…
Fange an zu LEBEN, Dich zu erforschen und kennenzulernen, mach Dich frei von Bedingungen und Erwartungen, den Meinungen von anderen. Verlange keine Liebe, verschenke Liebe, weil sie einfach da ist, ohne eine Gegenleistung zu bekommen.
Mach Dich auf Deine eigene Reise.
Ein Weg, der sich lohnt. Das Leben bringt Dinge mit, ohhh ja, die sind absolut sch…e, aber bitte, bitte, bitte(!) sieh nicht nur den schwarzen Punkt auf einem Blatt Papier. Das ist eine kleine Facette, nur ein bestimmter Weg.
Es ist immer mehr WEISS da!
Schau genau, sieh das Gute, es ist da und öffne Dich für diese Fülle.
Einer meiner wichtigsten Schlüssel ist das Gleichgewicht zwischen den Polen der Anspannung und Entspannung. Dieser wichtige Effekt auf der körperlichen Ebene sorgt dafür, dass Stress nicht im Körper bleibt!
Für mich ist bewusste und aktive Entspannung zu einem Teil im Leben geworden. Natürlich ist es keine „Allerheilmethode“ (manche Schwierigkeiten sind zu tief und benötigen eine Therapieform). Mir hilft, aktive Entspannung mitten im Alltagsstress, meinen Ruhepol zu finden und den angesammelten Stress aus dem Körper zu schicken. Immer wieder so in meine Mitte zu kommen. Entspannungsmethoden helfen besser und gelassener mit schwierigen und hektischen Zeiten umzugehen.

Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten. Yoga, Qigong, Thai Chi, Meditation, Achtsamkeit, autogenes Training, progressive Muskelentspannung und und und…
So individuell und einzigartig wir Menschen sind, so ist es auch mit Entspannungsverfahren. Was für den einen ist, ist nichts für den anderen. Der erste Schritt beginnt, indem ich offen mich auf die Reise begebe und schaue, was zu mir passt.

 


Setz den Rucksack der Hetze ab. Nimm einen tiefen Atemzug und staune…

Im Schimmer der untergehenden Sonne tanzt ein Moment der besonderen Art. Es funkelt, glitzert schimmert, schenkt viele Facetten. Anhalten, sehen, wahrnehmen, erleben, tief durchatmen.
Pause, nichts, kein tun, kein denken, kein früher, kein später.
HIER SEIN, sich leeren. Manchmal bedarf es nicht mehr. Achtsam werden für den Facettenreichtum der Welt, was uns geschenkt wird. Tag für Tag.
Moment für Moment, von Augenblick zu Augenblick. In der Summe eine Schatzkammer…
In Stille gehen, still in sich, tief, achtsam, berührend, ist wie ein Boot um zu seinen Inselgruppen der Dankbarkeit, Freude, Hoffnung, Vertrauen, Kraft zu gleiten. Immer weiter und seine Insel des eigenen Lichts entdecken…

Stille…
Ich verlasse einen Moment die äußere Welt,
ein Erscheinungsbild,
entspringt nicht dem Wesentlichen.
Ich lass mich ein,
sinke ein.
Wie ein Tropfen, der mit dem Ozean verschmilzt,
verschmelze ich, tief in, mit mir.
Zwischenräume gehen auf,
Erinnerungen tauchen auf,
ein Gemisch aus allem Äußeren,
oder dem ich.
Mit der Stille, die Dämme der Erinnerungen aufbrechen.
Der Ozean von Gedankenwellen beruhigt sich.
Grenzen verschwinden.
Fallen in grenzlose Stille.
Fallen in grenzenloses Nichts.
Fallen in unendliche Tiefe.
Fallen in grenzenlose Weite.
Fallen und Fliegen zugleich.
Nichts stört,
alles verschwimmt,
Vereint.
Eingehüllt in Stille.
Eingebettet in ihren eigenen Rhythmus.
Freiheit in der Grenzenlosigkeit.
Freiheit im NICHTS.
Sprösslinge säen,
Keimling der Dankbarkeit finden,
Liebe nähren,
Friedenssaat pflegen,
Glückseligkeit entdecken.
Vielleicht?
Vielleicht einfach in dem NICHTS hinter dem NICHTS,
ankommen,
verbinden.
Wie ein Schmetterling mit dem Wind tanzt.
Eingehüllt von dem Wind umarmt, umgarnt, getragen, gehalten.
Daheim sein.
Geborgen,
in dem puren SEIN.
Die ESSENZ meines Wesens spüren. Eins SEIN…

Ich wünsche Dir hier viel Freude genau das für Dich herauszufinden…

Namaste

Deine Bärbel Gebhardt