Achtsam durch den Alltag bewegt, nährt und erhebt sich…

Achtsamkeit kann wieder mehr Lebensfreude schenken bzw. Raum geben. Schafft dadurch einen ganz wunderbaren und vielleicht auch tiefen Zugang zur eigenen PRÄSENZ.
Achtsamkeit ist nicht nur ein schönes und neues Modeschlagwort. Achtsamkeit verbindet uns. Achtsamkeit verändert den Fokus, öffnet den Blickwinkel. Achtsamkeit schafft Verbundenheit, mit mir selbst und der Welt. Achtsamkeit hilft, zu reflektieren und anzunehmen.
Wenn wir wieder mehr bewusst uns spüren. Sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – äußerlich, wie innerlich, nehmen wir uns selber auf ganz anderen Ebenen wahr und spüren, dass wir nicht nur dieser Beruf, diese Rolle, dieser Stress, dieses TUN sind. Je öfter wir das TUN, öffnet sich ein Raum und unser Blickwinkel! Ein absoluter positiver Kreislauf, weil wir im Alltag viele Dinge ganz anders wahrnehmen.
Achtsamkeit schafft somit eine Verbindung, führt zu einer inneren Stabilität, fördert durch die Ausgeglichenheit Beziehungen bzw. unser Verhalten im Außenkontext. Bin ich achtsam mit mir, werde ich auch offener mit anderen, geduldiger und gelassener.
Die Mohnblüte am Wegesrand, das singen der Vögel im Ohr, eine Duftnote in der Nase, Wolkenspiele, Farben, Formen usw. Damit schaffen wir uns eine eigene tiefe Präsenz mitten im Alltag.

Heim kommen, der ganz besonderen Art! Dieses Gefühl verbindet sich mit allem. Es nährt und fördert ganz viel, erhöht Verbundenheit, eigene STÄRKE, unsere LEBENSFREUDE.

Ein anderes Lebensgefühl entsteht und führt dazu das sich das Leben wunderbar in seiner Essenz wertvoll und magisch anfühlt, die LEBENSLUST entfacht…
Freudige Gefühle fressen Stresskampfhormone auf!
Hier ein paar Achtsamkeitsübungen:
Mit Freude und ACHTSAMKEIT einen Spaziergang machen.
Ein sehr effektiver Kraftort ist die Natur. Viele positive Effekte, wissenschaftlich untersucht. Es senkt Stresshormone, das Immunsystem wird gestärkt, Sauerstoffzufuhr erhöht, die Bewegung stärkt die Muskulatur, das gesamte Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt. Alles in allem fördert es auf ganz vielen Ebenen, zuletzt sei erwähnt natürlich auch unser Verbundeneinheitsgefühl. Schließlich sind wir ein Teil der Natur. Insgesamt fördern wir unseren eigenen Einfluss auf unsere Selbstregulation, die Balance im vegetativen Nervensystem und längerfristig erhöhen wir unser Wohlbefinden.
Wenn wir nun bewusst hier wieder mehr Achtsamkeit mit ein fließen lassen entsteht was supermagisches, die Gedanken kommen zur Ruhe. Dieser Effekt kann sogar für mehr sorgen. Für mich ist das eine Möglichkeit, um mich mit meiner inneren Stimme zu verbinden. Kreativität wird nicht nur bei mir, sondern bei vielen Menschen positiv angeregt.
Achtsamkeit hilft innerlich einen Schritt zurückzutreten. Wichtig ist auf eine neutrale Haltung zu achten. Nicht bewerten. Im oder unter Stress entsteht meist der Tunnelblick. Achtsamkeit hilft genau diesen Blickwinkel zu öffnen. Eine innere Haltung, die es ermöglicht, viel leichter andere Dinge wieder „zu sehen.“ Aus dieser Haltung werden stressige Situationen wesentlich anders wahrgenommen und neue Möglichkeiten gesehen, mit Situationen umzugehen. Damit ist keine egal Haltung gemeint, sondern Abstand und Ruhe zubekommen. Daraus entsteht Klarheit, die es uns ermöglicht, neue Lösungen zu finden. Wir werden stabiler, sicherer, ruhiger und gelassener.
Achtsamkeit fördert immer den Moment wahrzunehmen. Wir sind sooft in unseren Gewohnheiten und unserem Autopiloten gefangen. Tun viele Dinge fast gleichzeitig, Kochen, die Kinder versorgen, noch was dabei lesen, im Feierabend sind wir schon wieder am nächsten Tag auf und in der Arbeit. Viel zu verkopft, zu viel Gedanken, Sorgen und Ängste. Achtsamkeit hilft, aus diesen Gedankenspiralen auszusteigen.
Wenn wir Achtsamkeit üben, wird unsere Wahrnehmung auf das HIER und JETZT gelenkt bzw. sind wir in diesem Moment, in dieser Präsenz, des SEINS.
Mit jedem Üben, jeden neuen Fokus auf die guten Dinge/Momente trainieren wir unser Gehirn, sodass neue neuronale Verbindungen entstehen. Deswegen ist Achtsamkeit sehr effektiv und wirkungsvoll. Neben der Stressreduktion werden unsere Lebensempfindungen positiv verändert, durch die Ruhe und das zu sich kommen. Wir fühlen uns wohler, die Zufriedenheit steigt und insgesamt wesentlich ausgeglichener. Und auch Glücksgefühle können sich so mehr entfalten.

Die Übung: einen Spaziergang mit Achtsamkeit und Freude
Diese Übung kannst Du eigentlich überall machen, auf Deinem Arbeitsweg, oder wo Du gerade her kommst. Ich möchte wie schon beschrieben, die positiven Wirkungsweisen der Natur miteinfliessen lassen.
Du machst einen Spaziergang und lenkst immer wieder Dein Bewusstsein, Deine Aufmerksamkeit auf den Weg. Was fällt Dir auf? Was kannst Du sehen? Was hören? Was riechen? Was kannst Du fühlen? Was erfreut Dich? Was für positive Dinge siehst Du oder woran erkennst Du, das es für Dich positiv ist? Hat den Effekt, dass Du bemerken wirst, das Du bewertest. In erster Linie geht es um die bewertungsfreie Haltung zu den Dingen. Spiele damit, wahrnehmen und wieder den Fokus auf das positive, was ist schön. In diesem Wechselspiel entsteht ein neuer Zugang zu sich, dient und fördert die Bewusstwerdung eigener positiver Dinge die guttun.
Vogelgezwitscher, schöne Blumen, Farben, Formen, den Wind kühlend auf der Haut, die Sonnenstrahlen, oder lächelnde Gesichter, die Dir begegnen, frische klare Luft zum Einatmen, den Boden unter den Füßen. Über die Sinne entsteht unserer Wahrnehmung, nutze sie. Genieße immer wieder bewusst und werde genauso innerlich achtsam, welche Gefühle entstehen. Freude, Verbundenheit, die dadurch ganz oft entsteht, lass sie da, genieße, bade und kost sie aus, bleibe in der Haltung und lass sie wieder ziehen mit der Freude, was Dir neues und als Nächstes begegnet.

Diese Grundübung kannst Du vielfach abwandeln bzw. verändern.
  1. Ein Wechselspiel in der Beschleunigung und Entschleunigen. Werde Dir bewusst und spiele mit den beiden Arten. Schneller werden und wieder langsamer oder nur den Fokus auf immer langsamer werden, fast schon eine Gehmeditation, achtsam und präsent gehen. Wie ist der Bodenkontakt, was kannst du wahrnehmen? Spüre in Dich, in Deinen Körper, wie ist Deine eigene Gangart? Was machst Du mit Deinen Armen? Kann auch wunderbar zu Hause gemacht werden, also Regenwetter als Ausrede zählt nicht, davon abgesehen, ist ein achtsamer Spaziergang bei Regenwetter auch was feines …
  2. Barfuß laufen, das brauche ich nicht näher erklären, auf der Wiese oder daheim, wie oben beschrieben, nur noch direkter mit der eigenen Haut …
    Hier noch ein paar weitere Ideen zur Achtsamkeit.
    Kerzen:
    Einfach und durch das Wahrnehmen des Lichtscheines, der Wärme öffnet sich unser Blick. Eine Kerze im Dunkeln aufstellen, die Flamme beobachten, den Raum des Lichtscheines wahrnehmen, das Flackern, atmen, wahrnehmen.
    Achtsames Duschen:
    Wir sind oftmals so gehetzt, zu selbstverständlich und nichts Besonderes. Spüre achtsam das Wasser auf der Haut. Wie fühlt es sich an? Spüre den Schaum, das Duschgel, Deine eigenen Berührungen beim Verteilen!
Körperwahrnehmungsübungen:
Kann in jeder Situation gemacht werden. Sich immer wieder in den Körper holen, in sich spüren, Körperteile wahrnehmen, Füße, Beine, Bauch, Rücken, allgemein zusammengefasst oder nach Zeit und Bedarf, ganz kleinschrittig, Fußwölbung, Ferse, Zehen, Fußknöchel, Wade, Schienbein, Knie, Wölbung usw. beide zusammen oder eine Seite nach der anderen.
Wie sitze ich? Wie ist mein Rücken? Wo berührt mein Rücken die Lehne?
Diese Übung kann immer individuell angepasst und mit unterschiedlichen Aspekten ausprobiert werden.
Morgens nach dem Aufstehen den Tag mal anders begegnen:
Augen auf und schon Gedanken an den Tag oder der Wunsch liegen zu bleiben…
Werde wach, bleibe aber dann mit offenen Augen kurz liegen. Werde Dir Deinem „wach werden“ bewusst. Was kannst Du im Körper spüren? Was fühlst Du? Kannst Du Deinen Atem spüren? Wie hell ist es? Wie sieht der Raum aus? Wie sind Deine Empfindungen in Deinem Gesicht, Deine Augen? Achte und spüre wie Deine Empfindungen bei und mit solch einem Tagesstart sind und wie es sich über den Tag verhält.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren und hoffe, das Dir damit wieder mehr MAGISCHE NEUE FRISCHE in Deinem Alltag, Deinen Tagen verspüren und erleben wirst.
Herzliche Grüße
Deine Bärbel