Lasse jeden Tag immer etwas Mitt (e) woch hineinfließen …

Mitte …

Lasse jeden Tag immer etwas Mitt (e) woch hineinfließen.
Mitte zu finden, heißt im Gleichgewicht sein.
Mein Gefühl zu mir selber.
Seine Mitte finden, fängt für mich damit an, indem ich mich selber kennenlerne. Ich ein Bewusstsein für mich entwickle, so werden mir meine Bedürfnisse, Werte, Ängste, Prägungen, Stärken, Schwächen bewusst. Daraus ich meine Wichtigkeiten in Bezug auf meine persönlichen Ziele erkenne und entwickeln kann.
Wie möchte ich leben? Was möchte ich zum Ausdruck bringen?
Mehr aus der Mitte sein Leben kraftvoll zu leben beginnt, wenn ich aus und mit dem Herzen lebe. Was nicht heißt, das Leben nur mit „Dauergrinsen“ und schwebend gelebt wird.
Es gibt immer wieder Dinge im Leben, die uns herausfordern, die schmerzvoll sein können.
Gefühle können uns ziemlich aus der Mitte bringen. Stress oder das Verhalten von Mitmenschen und viele andere Dinge. Sie können uns ebenso aus der Mitte reißen. Einsam in der Blockhütte, in der Natur, ein Stressauslöser weniger?
Nicht unbedingt, da findet sich bestimmt was, der Bär, die Kälte, zu wenig, zu viel und und und….
Ich glaube, dass es völlig normal ist und jeder mal hier und dort aus der Mitte gelangt. Mit jeder Übung und dem bewusst werden, verändert es sich und man gelangt schneller wieder in diesem friedvollen Zustand. Regelmäßiges Üben und Bewusstsein und die Gelassenheit wird in vielen Situationen sich schneller ausbreiten, sich entwickeln.
Wie zur Mitte finden, bzw. sie mehr als Stabilität in sich selber erfahren?
Fragen
1. Stelle Dir Fragen und schreibe Dir die Antworten auf:
Weshalb habe ich das Gefühl, nicht in meiner Mitte zu sein? Kann ich es jetzt verändern oder ist es etwas auf längerfristiger Ebene? Wobei habe ich das Gefühl, in meiner Mitte zu sein? Wie fühlt es sich an in meiner Mitte zu sein? Wo und wie genau im Körper, im Inneren? Welche Gefühle habe ich dann?
Was kann ich jetzt dafür tun, um was zu verändern? Was brauche ich dafür? Wie kann ich es anders machen? Was kann ich konkret diese Woche, morgen tun? Wer kann mich dabei unterstützen?
Unübliches
2. Tue was UNÜBLICHES, was Du noch nie getan hast, schon gemacht hast oder schon immer tun wolltest. Haben wir das Gefühl der Starre, unser Gefühl alles ist unlebendig, in den Routinen und Alltagsabläufen gefangen, dann sind wir aus der Mitte. Um diese Flexibilität wieder zu erlangen, brauchen wir und unser Geist was Neues. Sowie es den Burnout gibt, gibt es auch den Boreout, also Unterforderung und Langeweile. Langeweile an sich sollte auch mal sein, weil sie kreative Prozesse in Gang bringt, jedoch nicht nur.
Eine Fremdsprache lernen. Einen anderen Wald erkunden, eine neue Therme, die Du besuchst. Mit dem Bus fahren, statt dem Auto. Eine Haltestelle früher aussteigen. Ein neues Hobby ausprobieren. Eine andere Stadt erkunden, wenn Du in einer größeren Stadt lebst, mal einen anderen Ortsteil erkunden. Zähne putzen mit der unüblichen Hand. Beim Essen die Augen schließen oder im Dunkeln essen. Ein neues Gericht ausprobieren. Neue Lebensmittel probieren. Vielleicht auch mal was wir nicht mögen, neu probieren und schauen, ob es immer noch nicht schmeckt, vielleicht schmeckt es nun oder ist nicht mehr so schlimm. Einen Fallschirmsprung. Einen Berg besteigen. Es gibt viele Dinge, sei kreativ und finde Dein`s, was Du Dir ermöglichen kannst …
Körperübungen/Wahrnehmung
3. In den Körper holen. Spüre Deinen Körper, wie gehst Du, wenn Du gehst? Wie sitzt Du? Was kannst Du in den Fingern gerade wahrnehmen, egal was Du in diesem Moment dann tust. Wie fühlt sich das Handy/Tabletdisplay bewusst an? Vermutlich glatt, es sei denn Du hast eine Spidermanapp. Kalt, warm, uneben, schief, dicker, dünner? Was verändert sich, benutzt Du einen Finger, welchen? Zwei?
Achtsames gehen. Was kannst Du in den Füßen wahrnehmen? Wie rollt der Fuß ab? Die Fußsohlen? Wo haben sie Bodenkontakt? Was in den Beinen? Was im gesamten Körper? Rücken? Hals? Wie fühlt sich der Untergrund an?
4. Lege Deine Hand/Hände auf Deinen Herzbereich/Brustbereich, die eigene wohlige Wärme der Hände spüren, da sein, diese Wärme ist nur für Dich.
Durch Deine Gedankenkraft kannst Du die Wirkung sogar intensivieren. So kann z. B. Wärme, Liebe, Frieden durch die Hände, mit Deiner Vorstellung als Bild, Schriftzug oder als reiner Gedanke, mit Deiner inneren Stimme noch mehr in Dir fließen und wirken. Achtsam werden, spüren, was passiert genauer gesagt, wie ist Deine individuelle Wahrnehmung. Im Herzbereich (mittig, unter dem Hals, Brustbereich) sitzt unter anderem die Thymusdrüse, die für das Immunsystem, Blutbildung und weiteren Körperfunktionen wichtig ist. Hier hilft es, ein wenig sanft diesen Bereich zu massieren oder sanft beklopfen und schafft damit eine wichtige Verbindung zu Dir. Viele Menschen fassen sich oft unbewusst an diesem Punkt, meiner Erfahrung nach, achte mal drauf.
5. Hand auf den Oberbauch, oberhalb Deines Bauchnabels, hier sitzt Dein Solarplexus. Unser Nervengeflecht, welches von dort sich in den ganzen Körper verteilt. Spüre Deine Wärme aus den Händen, die in diesen Bereich nun fließt, sich von dort ausbreitet in Deinen ganzen Körper. Auch hier kann wie oben beschrieben, die Wirkungen verstärkt werden. Außerdem hilft es einigen Menschen, im Umgang mit ihren Alltagsgedanken, wenn sie sich auf ein Bild, die innere Stimme, ein spezielles Wort oder Satz konzentrieren, beim weg driften immer wieder zu dem zurückkommen, sozusagen ein kleiner Anker um vom Sturm der Gedanken nicht weggespült zu werden.
6. Der Atem, vermutlich hast Du es schon oft gehört. Einfach, weil er immer dabei ist. Bewusstes und tiefes Atmen, 3-4-5 Mal, einfach den Atem beobachten, wie er in die Nase einströmt, die Lungen füllt, in den Bauch fließt, die Bauchdecke spüren und wieder zurück. Zum normalen Atemrhythmus wieder zurückkommen und hier weiter spüren, ein, aus, im Körper, der Nase, Bauch, Lungen.
7. Einen kleinen Stein, der für den Gedanken und das Gefühl in der Mitte zu sein, steht. Immer wieder zwischendurch in die Hand nehmen. Es kann auch ein Armband sein oder ein Ring, der bewegt wird. Damit verändert sich längerfristig das Bewusstsein und die Hilfsmittel werden nicht mehr benötigt.
Es kann auch das Assoziieren mit einer roten Ampel sein. Nicht ärgern, weil sie Rot ist, sondern erfreuen, weil sie für den Moment Dir den Raum schafft und in Deine Mitte führen kann.
Ich persönlich nutze diesen kurzen Raum immer wieder im Alltag. Ich schaue auf die rote Ampel, habe sie im Blick. Mein gedankliches Bild dazu eine Handbewegung mit meiner linken Hand, in der Mitte vor der Brust, von oben über dem Kopf bis zu Mitte der Brust, mit ein paar bewussten Atemzügen.
Das tue ich nicht real nur auf der gedanklichen Ebene. Dieser kleine und sehr kurze Impuls führt mich wieder in meine Mitte, werde auch weiter danach viel ruhiger. Das geht natürlich nicht sofort und bei starken Stressauslösern reicht das nicht. Wie so vieles im Leben bedarf regelmäßiges Üben, bis es als positive neue Gewohnheit verinnerlicht ist.
8. Für jeden Menschen gibt es Orte sogenannte Kraftplätze, spezielle Tätigkeiten, einen speziellen Ruheort, bei denen wir das Gefühl in der Mitte zu sein, sehr besonders haben.
Kulturell, Temperament abhängig und deswegen völlig individuell bei jedem Menschen.
Natur, Gesellschaft, Kulturveranstaltungen, daheim oder außerhalb, lesen, kreativ sein, kochen, egal was, tue es regelmäßig und mit mehr Bewusstsein und Achtsamkeit.
Praktisch gesagt all die Dinge, wo Du Zeit und Raum vergisst, ganz in dem was Du tust, zentriert, fokussiert und aufgehst.
Außerdem können innere Fantasiereisen zum Ruheort oder Kraftplatz sehr hilfreich sein. Dazu stellen wir uns unseren persönlichen inneren Ruheort vor. Malen ihn uns mit all unseren Besonderheiten genau aus. Je öfter wir ihn uns vorstellen, je mehr verinnerlichen wir dieses Gefühl und kann so im Alltag nur durch das Vorstellen uns ebenfalls wieder in die Mitte bringen.
Für den inneren Ruheort gibt es auf meinem YouTube Kanal auch eine geführte Meditation von mir.

 

Wie Du siehst, gibt es neben der klassischen Meditation, die längerfristig natürlich auch wirkungsvoll uns in die eigene Mitte wieder bringt, viele andere Dinge. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die im Alltag wahre Wunder bewirken können. Wir nicht am Ende des Tages völlig genervt, gereizt, gestresst den Tag abschließen, weil wir so immer wieder uns selber spüren, wahrnehmen und in unsere Mitte gefunden haben.
Ich wünsche Dir viel Freude in Deiner Mitte, bist Du dort, wird es Dein Stresserleben wesentlich positiv beeinflussen und verändern.
Herzliche Grüße
Deine Bärbel

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